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Borna Klare Regeln gegen Gewalt
Region Borna Klare Regeln gegen Gewalt
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20:15 10.09.2012
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Borna

Für die Umsetzung dieses komplexen Zieles gibt es ab sofort in den Schulen der Region klare Regeln. Sächsische Bildungsagentur und Landrat Gerhard Gey (CDU) unterzeichneten gestern eine Kooperationsvereinbarung. Das Netzwerk Kinderschutz und Pädagogen aller Schulen hatten sie in den sieben Sozialraum-Konferenzen vorbereitet.

„Der Vertrag gibt den Schulen mehr Sicherheit. Die Lehrer wissen, wo sie Ansprechpartner finden. Sie können damit sehr schnell und präzise reagieren", sagte Frank Ziemann, der die Dinterschule Borna leitet. Dass Ralf Berger, Kopf der Leipziger Regionalstelle der Bildungsagentur, und Landrat Gerhard Gey (CDU) gestern Mittag gerade in dieser Mittelschule eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, war nicht nur geografisch naheliegend: Seit anderthalb Jahrzehnten, wird an der Einrichtung Schulsozialarbeit praktiziert.

Die Dinterschule gehörte 1997 zu den Ersten, die eine solche zusätzliche Fachkraft bekamen. Kerstin Krabbes füllt diese Stelle für den Träger Internationaler Bund seit 2006 aus. Den neuen Vertrag hält sie für wertvoll. „Jetzt werden die Lehrer stärker eingebunden und haben Klarheit. Damit gewinnt unsere Zusammenarbeit", meinte sie. Ohnehin ließen sich soziale Arbeit und Bildungsarbeit nur schwer voneinander trennen. „Das Kindeswohl ist für uns ein sehr wichtiges Thema", sagte Landrat Gey. Im Landkreis sei ein tragfähiges, engmaschiges Netzwerk entstanden.

Die Einbindung der 90 staatlichen wie der elf freien Schulen forciere diese Bemühungen. „Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um potenzielle Gefahren für Heranwachsende zu erkennen, und ihnen entgegenzutreten", so Gey. Deshalb habe das Landratsamt sich auch um eine Definition des viel interpretierten Begriffes Kindeswohlgefährdung gekümmert und schließe selbst Punkte wie Schulverweigerung ein. Für die Pädagogen sei jetzt klar geregelt, was sie bei Verdachtsfällen selbst unternehmen müssten und ab wann welche Partner wo zur Verfügung stünden – via Jugendamt, Allgemeiner Sozialdienst und diverse Netzwerk-Partner. „Kommunikation ist ein ganz entscheidender Faktor", formulierte es Ralf Berger.

 Das betreffe jene zwischen Behörden ebenso wie die innerhalb des Netzwerkes für Kinderschutz. Die Vereinbarung gewinne ihren Wert daraus, dass sie nicht auf Schreibtischen in den Amtsstuben entstanden sei. Vielmehr sei sie in den sieben Sozialraum-Konferenzen mit jenen diskutiert worden, die sie nutzten und die sie umsetzen müssten: „Das ist ein Novum und sorgt dafür, dass die Akzeptanz ungleich größer sein wird." Hans-Rudi Fischer, in der Bildungsagentur verantwortlich für die Qualitätssicherung, nannte den Vertrag „beispielhaft für Sachsen". Die Sensibilität für den Kinderschutz wachse, meinte Netzwerk-Koordinatorin Natalie Träger. Das Thema gehe alle an, betreffe Schulen aber in besonderem Maße, weil der Schulalltag ein großes Stück Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden sei. Jugendamt, Netzwerk und Bildungsagentur planten deshalb im Schuljahr 2013/14 spezielle Fortbildungsangebote für Lehrer. Etwas Vergleichbares wurde im Landkreis Leipzig bereits für die Erzieherinnen in Kindertagesstätten aufgelegt – und gut angenommen.

Ekkehard Schulreich

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