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Borna Kleingärten ohne Hochwassergefahr
Region Borna Kleingärten ohne Hochwassergefahr
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14:31 19.05.2015
Offen für neue Mitglieder: die Kleingartensparte "Friedenshain" im beschaulichen Wyhra: Quelle: Thomas Kube

Wer von den ehemaligen Laubenpiepern noch nach einer Alternative sucht, der sollte sich an die Sparte "Friedenshain" in Wyhra wenden.

Etwa 1700 Kleingärtner gibt es derzeit in Borna und seinen Ortsteilen. Das sagt Rolf Steinert, und der Mann muss es wissen. Schließlich ist er seit Jahren der Geschäftsführer des Regionalverbandes der Kleingärtner Borna/Geithain/Rochlitz. Im letzten Jahr musste Steinert immerhin 170 Kleingärten aus seiner Statistik streichen. Nachdem die Sparten "An der Brücke", "Eichengrund", "Karl Liebknecht" und "Naturfreunde 1950" wie auch schon in vielen Jahren zuvor im Juni erneut unter Wasser standen, hatten die Kleingärtner die Nase voll. Sie strichen die Segel, so dass es jetzt nur noch die "Naturfreunde" gibt, bei denen es aber nur noch 113 Kleingärten statt einstmals 156 gibt, wie Steinert sagt.

Dabei, ist der oberste Kleingärtner der Region überzeugt, "müsste das gar nicht sein". In der Wyhra, der Ursache allen Übels für die Überschwemmungen der Kleingärten, liegen umgefallene Bäume, die keiner aus dem Wasser holt. Überhaupt: "Wenn die Wyhra einen halben Meter tiefer wäre, hätten wir keine Probleme", sagt Steinert.

Immerhin ist jetzt klar, was aus der Fläche der ehemaligen Gärten werden soll. Im Bauausschuss gab es in dieser Woche grünes Licht für die Pläne der Landestalsperrenmeisterei, das Terrain zu begrünen und für ausreichenden Hochwasserschutz zu sorgen.

Das Gros der Kleingärtner aus den vier Sparten am Wyhralauf hat aufgegeben. Einige haben sich anderen Vereinen angeschlossen. Denn es gibt für Leute, die ihre kleine grüne Oase haben wollen, durchaus Möglichkeiten, wie Frank Rohland, der Vorsitzende der Wyhraer Sparte "Friedenshain", sagt. In der Kleingartenanlage auf dem Dorf stehen 22 von insgesamt 76 Parzellen leer. Für die Sparte in gewisser Weise auch ein strukturelles Problem, wie Spartenchef Rohland sagt. "Bei uns auf dem Dorf habe die Leute ihren Garten hinter dem Haus" - und deshalb wenig Motivation, sich noch einen Kleingarten zuzulegen. Rohland hofft deshalb auf Interessenten aus der Stadt Borna, womöglich aus den vier Sparten an der Wyhra. Der Gartenverein habe eine gemischte Altersstruktur. "Der Jüngste bei uns ist um die 20, die Ältesten sind über 80." Jedes Jahr feiert die Sparte ein Gartenfest mit Disco "und vor einem Hochwasser muss niemand bei uns Angst haben", so Rohland weiter. Der Verein plant die Umgestaltung eines freien Gartens inmitten der Anlage zu einer Spielecke für Kinder nebst Sitzmöglichkeiten für Eltern und Großeltern.

Fürchten müssten sich auch Neueinsteiger nicht. "Wir würden ihnen gern helfen", sagt der Spartenvorsitzende weiter, der immer ab den Nachmittagsstunden für Interessenten unter der Telefonnummer 0177/32 53 460 erreichbar ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.03.2014
Nikos Natsidis

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