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Borna Klettern, Toben, Kriechen: Deutzen hat jetzt einen öffentlichen Spielplatz
Region Borna Klettern, Toben, Kriechen: Deutzen hat jetzt einen öffentlichen Spielplatz
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18:49 19.05.2016
Nach dem Banddurchschnitt gab es bei der Eröffnung des neuen Spielplatzes in Deutzen kein Halten mehr. Quelle: Andreas Döring
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Neukieritzsch

Eine kurze Rede, ein schneller Schnitt durchs Band und schon schossen die Mädchen und Jungen am Mittwochabend mit lautem Jubelgeschrei auf den neuen Deutzener Spielplatz. Enterten den Kletterturm über die Wände oder das seitlich angebrachte Netz oder vom benachbarten Hügel aus über die Hängebrücke. Krochen fröhlich durch den Tunnel unter dem Hügel und ließen sich jauchzend den kleinen, mit Gras bewachsenen Berg hinunter rollen, der im Winter, falls es in hiesigen Breiten doch mal wieder schneien sollte, sehr gut als Rodelberg taugen wird. Auch die Doppelschaukel und der reichliche Spielsand kamen sofort gut an. Mütter und Väter beobachteten das Treiben aus der Nähe oder von der anderen Seite der Umzäunung. Und wen man fragte, alle fanden den Platz genau so toll wie die Mädchen und Jungen.

Die Begeisterung überraschte niemanden. Schließlich ist der neue auch der erste öffentliche Kinderspielplatz in Deutzen. Der Kindergarten hat einen auf seinem Gelände, und bestenfalls den Spielplatz an der Schule konnten Kinder bisher auch außerhalb der Schulzeit nutzen. Allerdings hatte die Gemeinde Neukieritzsch dort gleich nach der Eingemeindung ein paar alte und nicht mehr sichere Spielgeräte ausgemustert.

Hinzu kommt, dass die Deutzener Kinder den neuen Spielplatz, der sich genau zwischen Schule und Kindergarten befindet, schon einige Monate lang vor Augen hatten, ohne ihn nutzen dürfen. Der erste Spatenstich war schon am 1. August vorigen Jahres. Der Bau begann etwas später und ging dann zügig voran. Anfang Dezember war der Platz fertig, die Eröffnung wurde auf das Frühjahr verschoben. Weil das lange feucht und kühl war, der Rasen aber erst gut anwachsen sollte, wurde bis jetzt gewartet. Klar also, dass die Kinder jetzt endlich drauf wollten .

„Endlich ein Lichtblick für unseren Ort“, kommentierte Jens Buder, der Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion der Bürger für Deutzen und sprach damit aus, was zumindest unter den Erwachsenen viele ähnlich sahen. Dabei hat Buder selbst als Sprecher der Bürgerkontaktgruppe Deutzen-Mibrag keinen geringen Anteil am Zustandekommen des Spielplatzes.

Die Gruppe war im Juli 2014 gegründet worden, nachdem im Frühjahr desselben Jahres heftiger Wind wieder einmal extreme Staubwolken aus dem Tagebau durch den Ort geblasen hatte. Die fast sprichwörtliche Initialzündung für den Spielplatz war dann ein gutes Jahr später ein ausgedehnter Böschungsbrand, der ausgerechnet am Ende des damaligen Pfingstfestes Deutzen in dichten, stinkenden Nebel hüllte. Danach wurde in der Bürgerkontaktgruppe das finanzielle Engagement des Tagebaubetreibers in Höhe von 50 000 Euro für den Spielplatz vereinbart. Die Leistung erbrachte die Mibragtochter Gala, die den Platz gestaltete, die von der Gemeinde beschafften Geräte einbaute und den Sand zur Verfügung stellte. Laut Sandra Tieg von der Gala sei jetzt sogar noch Geld übrig, so dass noch weitere Spielgeräte angeschafft werden können.

Von André Neumann

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