Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Klettern auf Kunststoff vom Gelben Sack
Region Borna Klettern auf Kunststoff vom Gelben Sack
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:08 21.08.2012
Der siebenjährige Paul schneidet mit Hilfe von Bürgermeister Maik Kunze das Band durch. Quelle: Gislinde Redepenning
Anzeige
Groitzsch

Den Nachwuchs beeindruckte der Festakt wenig, die Jungen und Mädchen bewiesen eindrucksvoll und lautstark: Der Platz wird angenommen.

„Dieses Fleckchen Erde wurde schon vor rund 120 Jahren als Badeplatz zur Erholung unserer Bürger genutzt", erklärte Kunze. „Hier war eines der schönsten Flussbäder weit und breit, mit Sprungtürmen, Umkleiden für Damen und Herren getrennt und einem Musikpavillon", erinnerte der Groitzscher Ortschronist und Heimatforscher Roland Meyer. „Heutzutage machen hier viele Radfahrer und Spaziergänger Rast, die den Ulrike-von-Levetzow-Wanderweg benutzen." Sie können ihre Blicke nun über einen idyllisch gelegenen, prächtig gestalteten Platz schweifen lassen.

Im ersten Bauabschnitt nahm im September 2011 ein Spielschiff für kleine Piraten Fahrt auf. Zuvor war schon mit Hilfe des Vereins „FDP hilft" und des Getränkefachgroßhandels Albrecht eine Seilbahn geschaffen worden, als Initialzündung für die weitere Entwicklung. „Unsere Idee war, erst einmal klein anzufangen, da der städtische Haushalt nicht ausreichte", sagte FDP-Stadtrat Dieter Hager. „In diesem Jahr ist das Ensemble endlich komplett und ein attraktives Ausflugsziel für Familien und unsere Hort- und Kindergartenkinder. Hoffentlich bleibt er lange im ordentlichen Zustand."

Im zweiten Bauabschnitt entstand die Wiprechtsburg neu als Spiel- und Kletterkombination. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 94 140 Euro. Dafür baut sich mancher ein Eigenheim, wir stecken das in einen Spielplatz", merkte Kunze an. Die Zuschüsse aus dem „Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Sachsen" betragen knapp 54 000 Euro, rund 40 000 Euro an Eigenmitteln musste die Stadt stemmen.

Die neuen Spielgeräte bestehen aus Recycling-Kunststoff. „Das Material stammt komplett aus dem Gelben Sack", erklärte Mathias Spors, Außendienstmitarbeiter der Hersteller-Firma Westfalia. „Damit ist es im Gegensatz zu Holz vandalismussicher, nicht brennbar, splitterfrei und witterungsbeständig. Wir geben 15 Jahre Garantie." Die versprochene lange Lebensdauer und eine minimale Wartungspflege interessierten die tobenden Kinder allerdings nicht. „In die freudigen Gesichter zu sehen, wenn unsere Geräte so gut angenommen werden, ist das Schönste an meinem Beruf", lächelte Spors.

Luise, Cora und Beatrice standen derweil artig Schlange an der Seilbahn. Vordrängeln gab es nicht, darauf achteten Felix, 14 Jahre, und Dominik, neun, die den sechsjährigen Mädchen ganz selbstverständlich halfen, den Sitz zu erklimmen und sie mit Schwung auf die luftige Reise bergab schickten. Rundum zufrieden waren nicht nur die Kinder. Auch die Erzieherinnen Christin Niedzballa und Susann Effertz vom Hort am Wasserturm lobten den großzügig angelegten Spielplatz und hatten dabei den Nachwuchs entspannt im Blick.

Gislinde Redepenning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen Großeinsatz von Rettungskräften, Freiwilliger Feuerwehr und Polizei fand am Montagnachmittag und Abend in Borna statt: Eine 82 Jahre alte Frau, die am Mittag in der Heliosklinik in ärztlicher Behandlung war, hatte kurz darauf die Einrichtung mit unbekanntem Ziel verlassen.

21.08.2012

449 000 Euro investiert die Stadt Borna in die Sanierung des Hortgebäudes „Abenteuerland" der Grundschule Neukirchen. Der Anfang der 60er-Jahre errichtete Bau wird vor allem energetisch auf modernen Stand gebracht.

20.08.2012

Der wolkenlose blaue Sommerhimmel wurde Montag Morgen bedrohlich dunkel: Die brennende Hochfackel am Standort der Dow Olefinverbund GmbH in Böhlen-Lippendorf war weithin sichtbar und signalisierte ernsthafte Probleme: Im Böhlener Werk war der Cracker ausgefallen, hieß es später auf Anfrage der LVZ.

20.08.2012
Anzeige