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Klinik-Übernahme: "Wir sind hochmotiviert"

Klinik-Übernahme: "Wir sind hochmotiviert"

Die Krankenhäuser in Borna und Zwenkau kommen zum 1. Januar 2015 unter ein neues Dach: Mit der Sana Kliniken AG wird die Kliniken Leipziger Land GmbH nur elf Monate nach der Trennung vom Helios-Konzern einen neuen Eigentümer haben (die LVZ berichtete).

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Silke Lebus trägt Verantwortung für die Station fünf.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Vertreter des Sana-Vorstands stellen sich am Dienstag den Mitarbeitern vor. Die sehen dem neuerlichen Wechsel mit grundsätzlicher Zuversicht entgegen. Die vergangenen Monate unter dem ausdrücklichen Zwischenerwerber HCM SE waren aus ihrer Sicht von Kontinuität bestimmt und kaum von Zukunftszweifeln überlagert.

"Sana ist ein bekannter Konzern, der über viel Erfahrung und Professionalität verfügt, und der wirtschaftlich gut dasteht. Die Konzepte passen zusammen. Das bringt große Sicherheit fürs Haus", sagt Dr. Ludger Mende. Der Oberarzt leitet die Interdisziplinäre Intensivmedizin in Borna. 32 Betten zählt die Intensivstation; 44 Schwestern und Pfleger und 15 Ärzte - Internisten, Neurologen und Anästhesisten - kümmern sich hier um die Patienten. Mende kam genau im Umbruch hierher, hatte seinen Vertrag noch bei Helios unterschrieben. Doch dann musste sich das Unternehmen aus kartellrechtlichen Gründen von seinen Häusern in Borna und Zwenkau trennen, um im Paket mehr als 40 Rhön-Kliniken kaufen zu können. HCM übernahm deshalb im Februar, um in Ruhe die Weiterveräußerung zu organisieren (die LVZ berichtete).

"Die vergangenen Monate waren getragen von sehr viel Arbeit. Wir hatten im Haus sogar einen Leistungszuwachs", resümiert Mende mit Blick auf die nun endende Übergangsphase. Keiner der leitenden Ärzte und auch sonst nur wenig Personal sei in dieser Zeit von Bord gegangen: "Wir sind ein hochmotiviertes Team und ein leistungsstarkes Haus." Daran, sagt der Oberarzt, hätten ausdrücklich auch Klinik-Geschäftsführerin Stefanie Ludwig und der geschäftsführende HCM-Direktor Gerold Meder Anteil. In den vergangenen Monaten sei wie geplant ohne Abstriche investiert worden. Er selbst habe maßgeblich die konzeptionelle Arbeit der Abteilung für Intensivmedizin innerhalb der Klinik für Anästhesie vorangetrieben: "Intensivmedizin aus einem Guss, mit allen Fachbereichen in einer Hand." Ab November werde dieses Konzept umgesetzt. Gerade in der Intensivmedizin rechne er unter Sana mit weiterem Zuwachs im pflegerischen Bereich. Und nicht zuletzt: "Das Unternehmen ist bekannt für einen vorbildlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern."

"Wir sind alle froh, dass der neue Träger da ist und dass es wieder ein großer ist", bringt Silke Lebus die Stimmungslage auf den Punkt. Sie leitet die auf Unfallchirurgie und Gynäkologie ausgerichtete Station fünf mit 29 Betten, ist stellvertretende Pflegedienstleiterin. Elf Pflegekräfte sind hier im Einsatz. Die Nachricht, dass sich Helios von den beiden Kliniken trennen werde, habe Ende Januar alle bestürzt: "Das war ein Schock für uns. In den ersten vier Wochen danach war die Verunsicherung spürbar, aber dann relativierte sie sich." Auch die Patienten habe der Verkauf anfangs beschäftigt, sie hätten nachgefragt. "Letztlich aber hat sich ja für sie nichts geändert, da das Personal dasselbe blieb. Und auch für uns änderte sich nichts Grundsätzliches", sagt die Frau, die in Zwenkau die Geriatrie aufbaute, ehe sie vor elf Jahren nach Borna wechselte. "Sana hat im großen Umfeld keine weiteren Kliniken, so dass bestimmt all unsere Fachbereiche bleiben werden", sagt Silke Lebus. Die Erwartungshaltung sei deshalb hoch: "Ängste und Befürchtungen gibt es, glaube ich, keine mehr."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.10.2014
Ekkehard Schulreich

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