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Borna Koloss im Tagebau Vereinigtes Schleenhain steht wieder - Kohlebagger wartet auf Bergung
Region Borna Koloss im Tagebau Vereinigtes Schleenhain steht wieder - Kohlebagger wartet auf Bergung
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17:28 25.10.2012
Seit Mittwoch steht ein 500 Tonnen schwerer Bandwagen wieder aufrecht. Quelle: Jakob Richter
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Deutzen

Seit Mittwoch steht ein 500 Tonnen schwerer Bandwagen wieder aufrecht. Der Kohlebagger wartet noch auf seine Bergung.

Während über die genauen Ursachen des Böschungsbruchs im südöstlichen Teil des Tagebaus noch gerätselt wird, bemühte sich die Mibrag in den vergangenen Wochen um die Bergung der Großgeräte. Das in Bewegung geratene Gelände hatte einen Schaufelradbagger und einen Bandwagen abrutschen und umkippen lassen. Schaulustige konnten das und auch die darauf folgenden Arbeiten beobachten.

Für die Bergung hat die Mibrag ein Spezialistenteam aus Fachleuten mehrerer Bereiche zusammengestellt. Dazu gehören Bergbauexperten, Maschinentechniker, Elektrotechniker und Markscheider, also Bergbauvermesser. Letztere haben die Arbeiten der letzten Wochen permanent mit Sicherheitsmessungen begleitet.

Den Spezialisten ist es gelungen, den 500 Tonnen schweren Bandwagen nach weniger als zwei Monaten wieder auf die Ketten seines Raupenfahrwerkes und in eine ebene Position zu stellen. Dazu war der Koloss, wie die Mibrag gestern mitteilte, zunächst um rund 30 Tonnen erleichtert worden. Ballast sowie durch den Unfall zerstörte und verformte Bauteile wurden abgebaut, wofür drei Großkräne im Einsatz waren. Eine der Fahrwerksketten war durch den Absturz mehrfach gebrochen und musste wieder aufgelegt werden. Aufnahme- und Abwurfausleger wurden demontiert, der Oberbau gesichert und die Fahrwerke gereinigt. Auch wurde eine Ausfahrtsrampe gebaut. Weil der Bandwagen vom Energienetz getrennt worden war, wurde die Stromversorgung während des Transports über einen anderen Schaufelradbagger gewährleistet.

„Die Arbeiten verlangen höchste Konzentration und Umsichtigkeit", heißt es in einer gestern von der Mibrag verbreiteten Erklärung. Immerhin arbeiten die Beteiligten an stählernen Riesen, die auf offenbar unberechenbarem Untergrund stehen, Bei allem materiellen Schaden, dürfte das Unternehmen heilfroh sein, dass sich das Personal bei dem Unfall rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Von seiner jetzigen Position aus soll der Bandwagen nun auf einen Reparaturplatz gebracht werden. Wann dann auch der Schaufelradbagger dort ankommt, ist noch unklar. Der liegt nach wie vor auf der Seite und soll voraussichtlich im Dezember aufgerichtet und transportbereit sein.

Zum Ausmaß der Schäden und zur weiteren Vorgehensweise macht die Mibrag derzeit noch keine Angaben. Zwei unabhängige Sachverständige spüren nach wie vor den Ursachen des Böschungsbruches nach.

André Neumann

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