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Kommunalpolitiker verteidigt Neukieritzscher Bürgermeister und Gemeinderat gegen Kritiker

Neukieritzsch Kommunalpolitiker verteidigt Neukieritzscher Bürgermeister und Gemeinderat gegen Kritiker

In einem offenen Brief verteidigt ein Mitglied der CDU-Fraktion des Neukieritzscher Gemeinderates den Bürgermeister und die Arbeit des Gemeinderates. „Ich finde es erschreckend, wie über unseren Bürgermeister und den Gemeinderat geschimpft wird“, sagt Andreas Bodenlos.

Andreas Bodenlos in seinem Heimatort Großzössen.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Großzössen. In einem offenen Brief verteidigt jetzt ein Mitglied der CDU-Fraktion des Neukieritzscher Gemeinderates den Bürgermeister und die Arbeit des Gemeinderates. „Ich finde es erschreckend, wie über unseren Bürgermeister und den Gemeinderat geschimpft wird“, heißt es in dem Schreiben von Andreas Bodenlos aus Großzössen, welches die Gemeindeverwaltung in der jüngsten Ausgabe ihres Amtsblatts veröffentlicht. Kritikern wirft er vor, einige hätten „noch nicht begriffen, dass die Zeiten des Schlaraffenlandes vorbei sind“.

Zu Zeiten des früheren Bürgermeisters und jetzigen Landrates Henry Graichen (CDU) habe Neukieritzsch „noch die Millionen aus Lippendorf bekommen“. Gemeint sind die Gewerbesteuern des Kraftwerksbetreibers, bisher Vattenfall, jetzt Leag. „Nun ist es so, dass wir nichts mehr erhalten und die Steuern noch mit Zinsen zurückzahlen müssen“, stellt Bodenlos fest und folgert: Deswegen könne die Gemeinde nicht mehr so großzügig mit ihren Ausgaben umgehen.

Der Gemeinderat nimmt sich in seinem offenen Brief mehrerer Themen an, die in diesem Jahr in Neukieritzsch für Kritik sorgten. Stichwort Betriebskosten: Wegen der neuen finanziellen Situation müssten die Vereine 25 Prozent der Betriebskosten tragen. Was bedeute, „dass die Nutzung der einzelnen Gebäude weiterhin mietfrei ist und die Gemeinde immer noch 75 Prozent der Betriebskosten trägt. In anderen Kommunen sei das üblich, „Neukieritzsch verfällt gleich in den Ausnahmezustand“, sagt Bodenlos, offenbar mit Blick auf den noch immer nicht beigelegten Streit der Verwaltung mit den Sportfreunden Neukieritzsch um die Betriebskosten.

Auch auf die Kosten für Kinderbetreuung, die zum dritten Mal nacheinander angehoben wurden, geht Bodenlos ein. Er verweist auf die steigenden Betriebskosten und macht zugleich die Betreuung von Flüchtlingskindern in den Kindertagesstätten für den Kostenanstieg verantwortlich. Dank des „betreuten Wohnens in Lobstädt“, damit meint Bodenlos offenbar das dortige Flüchtlingsheim, seien einige Kinder zu betreuen.

Eine Baustelle für Neukieritzsch sei auch die Eingemeindung von Deutzen. Die habe die Gemeinde bisher rund sechs Millionen Euro gekostet, ohne das etwas Nennenswertes am Ortsbild oder der Infrastruktur geschehen sei. Nur Schulden und Verbindlichkeiten seien bisher gezahlt worden. Bodenlos geht davon aus, „dass sich die Deutzener das auch anders vorgestellt haben“. Seinerseits kritisiert der Abgeordnete in dem Zusammenhang, dass sich die Landesregierung „sehr elegant aus der Pflicht stiehlt“.

Seine Unterstützung von Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) fasst der Großzössener in den Worten zusammen: „dass wir froh sein können, diesen Bürgermeister zu haben“. Andreas Bodenlos vermutet sogar, mancher Mitbewerber bei der letzten Bürgermeisterwahl werde jetzt froh sein, es nicht geworden zu sein. Auch Amtsvorgänger Henry Graichen, davon ist das Gemeinderatsmitglied überzeugt, hätte die umstrittenen Maßnahmen durchführen müssen. Bodenlos versichert den Bürgern: „Wir wollen nur das Beste für die Gemeinde und dabei müssen alle mitziehen und Opfer bringen.“

Von André Neumann

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