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Borna Kommunen im Landkreis Leipzig erhalten neue Drehleitern: Eine Million für Borna und Wurzen
Region Borna Kommunen im Landkreis Leipzig erhalten neue Drehleitern: Eine Million für Borna und Wurzen
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09:01 06.02.2017
Wurzens Stadtwehrleiter Thilo Bergt (v.l.) führt Oberbürgermeister Jörg Röglin, Sozialministerin Barbara Klepsch und Ortswehrleiter Mike Jopke eine Drehleiter vor. Quelle: Frank Schmidt
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Borna/Wurzen

Sie sind in Ehren ergraut - die Drehleitern, die vor rund 25 Jahren in einigen Landkreis-Kommunen angeschafft wurden. Die alte Technik muss dringend ersetzt werden. Für den Kauf von vier neuen Drehleitern in Wurzen, Borna, Groitzsch und Grimma fließen Fördergelder aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“. Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) besuchte am Freitag die Region, um zwei Bewilligungen persönlich zu überbringen. An die Stadtoberhäupter von Borna und Wurzen übergab die Vertreterin der Landesregierung jeweils einen Fördermittelbescheid über 562 000 Euro. „Ich freue mich sehr, Ihnen heute die Bewilligung für diese wichtige Investition zu überreichen“, so Klepsch bei der offiziellen Übergabe der Fördergelder an die Stadt Borna. Im Gerätehaus hatte sich neben der Spitze der Stadtfeuerwehr und Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) auch Landrat Henry Graichen (CDU) eingefunden. „Die Förderung für den Kauf von vier neuen Drehleitern ist ein wichtiger Schritt zur Erneuerung der Feuerwehrtechnik in der Region“, unterstrich Graichen. Der Landkreis hatte auf Gelder aus dem Investitionsprogramm verzichtet und damit den Weg für die Anschaffung der Drehleitern überhaupt erst frei gemacht. „Hätten wir dies nicht getan, hätten die Investitionskosten für nur eine Drehleiter das gesamte sonstige Feuerwehr-Budget im Kreis aufgefressen“, erinnerte der Landrat. Insgesamt fließen nun rund 2,2 Millionen Euro für die vier Fahrzeuge. Die Förderhöhe beträgt jeweils 75 Prozent. Den Rest der Anschaffungskosten müssen die vier Kommunen Grimma, Wurzen, Borna und Groitzsch aus Eigenmitteln beisteuern. Insgesamt wird pro Drehleiter mit Kosten von rund 700 000 Euro gerechnet.

Durch die gemeinsame Ausschreibung, die in enger Abstimmung zwischen Kommunen, den Stadtwehrleitern sowie Kreisbrandmeister Nils Adam erfolgen soll, erhofft man sich Synergieeffekte. „Außerdem könnte es durch die Sammelbestellung für alle kostengünstiger werden“, vermutet Kai Noeske, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Aber bis die Drehleitern über die Brücken der Zukunft nach Wurzen und Borna rollen, müssen die alten Modelle noch Dienst tun. Erst Ende 2018 wird es soweit sein, war zu vernehmen. „Die Förderung von 562 500 Euro ist an eine europaweite Ausschreibung gebunden“, erklärte Stadtwehrleiter Thilo Bergt. Allerdings hätten die Kameraden auf die Ausstattung Einfluss nehmen können, so dass die neue Drehleiter dem neuesten Stand der Technik und Ausrüstung, aber auch den Erfordernissen in der Wurzener Wehr entsprechen werde.

23 Jahre hat die Bornaer Drehleiter auf dem Buckel . „Sie wurde nach der Wende als eine der ersten in der Region angeschafft", berichtet Stadtwehrleiter Tino Reim. Das neue Fahrzeug werde einen Quantensprung im Vergleich zum Vorgänger darstellen. So soll das Modell mit einem abknickbaren Vorderteil ausgestattet sein, mit dem das Agieren in der engen Altstadt künftig leichter fällt. „Die neue Drehleiter verfügt außerdem über einen größeren Rettungskorb und eine höhere Traglast.“ 500 Kilo statt der bisher machbaren 240 könne der Korb bewältigen. Das sei wichtig, um zum Beispiel schwergewichtige Personen aus oberen Stockwerken zu holen, schildert Reim. „Dabei muss es nicht einmal brennen.“ Auch Rettungsdienste fordern zunehmend die Hilfe der Kameraden an, wenn sie Personen mit einer normalen Trage nicht mehr durchs Treppenhaus transportieren können. „Im Vorjahr war das in Borna ein gutes Dutzend Mal der Fall.“

Die Kreisstadt gilt als bewährter Drehleiter-Standort und hat damit Bedeutung für die Sicherheit auch in umliegenden Kommunen, insbesondere was hohe Wohngebäude betrifft. „Unser Ausrückgebiet reicht bis Störmthal, Rötha, Regis und Kitzscher“, berichtet der Stadtwehrleiter.

Von Simone Prenzel und Frank Schmidt

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