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Borna „Kosmonauten“ eröffnen unverdrossen in Audigast den Open-Air-Kosmos
Region Borna „Kosmonauten“ eröffnen unverdrossen in Audigast den Open-Air-Kosmos
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00:18 24.05.2017
Die Siegelband aus Lichtenstein begeistert mit Folkrock. Quelle: Gislinde Redepenning
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Groitzsch/Audigast

Das Open Air in Audigast hat unter Freiluft-Musikfreunden längst Kultstatus erreicht und fühlte sich auch bei der 26. Auflage an wie ein dreitägiger kollektiver Kurzurlaub. Die ersten Fans aus Bad Düben hatten sich sogar bereits eine Woche vor dem Start ihren Stammplatz auf der zum Zeltplatz umfunktionierten Wiese neben dem Festivalgelände gesichert.

„Wir sind hier wie eine große Familie, das Publikum kennt sich auch von anderen kleineren Festivals“, erzählte Organisationschef René Fischer. Und es reist aus ganz Deutschland an, wie die Autokennzeichen zeigen. Der Großteil kommt aus den angrenzenden Bundesländern und macht es sich nach Lust, Laune oder Bedarf gemütlich. Manche schlafen in den ohnehin sehr kurzen Nächten im Auto, andere bauen ihr Zelt auf, rollen mit dem Wohnwagen oder gleich einem fürstlich ausgestatteten Wohnmobil an.

Angst vor den angedrohten Unwettern musste Fischer nicht haben. „Alles Wichtige ist überdacht, die Bühne mit Platz für die Zuschauer, Getränke- und Verpflegungswagen. Mehr können wir nicht tun, außer alles asphaltieren“, schmunzelt er. Sein Querbeet-Programm kann sich sehen und vor allem hören lassen. „Es ist nicht mehr ganz so rockig und so laut, wie früher“, sagt Fischer.

Die „Kosmonauten“ aus Leipzig hatten die undankbare Aufgabe, am Freitag inmitten des großen Anreiseverkehrs als Opener zu spielen. Sehnsüchtig erwartet wurden sie vom achtjährigen Stammgast Martin, echter „Kirsche“- Fan, mit seinen Eltern Ines und Sebastian Schmidt aus Jena. Er krabbelte schon als Baby zwischen den Rockern herum.

Die „Reisenden durch Zeit und Raum, 1964 auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in streng geheimer Mission in einem streng geheimen Raketentyp gestartet“, nennen sich Sładko Stanisławski (Drums), Václav Jindrichek (Bass), Bogumił Strawkowicz (Gitarre, Gesang) und Iwan Iwanow (Gitarre). Sie spielen ein extraterrestrisches Gemisch mit einer deftigen Portion Rock ’n‘ Roll, Beat, Twang, Twist und Surf. Ihr Markenzeichen: knackige Männershorts.

Ein starker Kontrast zum Sonnabend, den „Blacky und Company“ einläuteten. Ketchup, Blacky und Otti aus Plauen begeistern ihre Fans mit einer gesunden Mischung aus Old School Hardrock und Metal, Coversongs in eigener Bearbeitung sowie eigenen Songs mit Einflüssen von Jimi Hendrix, Deep Purple und Black Sabbath. Deutlich ruhiger wurde es gleich danach beim Folkrock mit einem Hauch von Crunch und auch Country aus Lichtenstein, den die Siegelband um Steffen Siegel im Gepäck hatte. Er war schon immer Anhänger von Neil Young, der als „Melodienerfinder“ sein Leben und seine Musik beeinflusste.

Mit einer Hommage an Led Zeppelin und die siebziger Jahre von „Grand Zeppelin“, ihrem Motto „Rocken bis der Notarzt kommt“ und Bluesrock aus Leipzig von „iNUTERO“ endete das Audigaster Festival.

Von Gislinde Redepenning

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