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Borna Kreis gibt Geld für neue Regiser Kita frei: Baustart noch dieses Jahr möglich
Region Borna Kreis gibt Geld für neue Regiser Kita frei: Baustart noch dieses Jahr möglich
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07:00 02.06.2016
L-förmig soll die neue Kindertagesstätte in Regis-Breitingen werden, sie ist auf einem Grundstück gegenüber der Zweifeld-Sporthalle geplant. Quelle: Büro Strauss
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Regis-breitingen

Die Stadt Regis-Breitingen hat jetzt den ersten Teil von Fördermitteln für den geplanten Neubau eines Kindergartens sicher. Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages fasste am Dienstagabend Beschlüsse zur Fortschreibung der Prioritätenliste für die Kindertagesstätten-Fachförderung. Zwar bleibt Regis-Breitingen auf Platz drei, kann jetzt aber, nachdem die Stadt zunächst leer ausgegangen war, von zusätzlich verfügbaren Mitteln profitieren. Rund 448 000 Euro kommen vom Freistaat. Mit den zehn Prozent, die der Landkreis drauflegen muss, stehen knapp 493 000 Euro bereit.

Die sind allerdings nur etwas weniger als ein Drittel der förderfähigen Kosten von rund 1,7 Millionen und weniger als ein Viertel der bisher veranschlagten Gesamtkosten von rund 2,2 Millionen.

Deswegen hofft Regis-Breitingen jetzt noch auf weiteres Geld aus der sogenannten Investkraftstärkung, jenes neuen Förderinstrumentes, das den Kommunen Geld des Freistaates und des Bundes zur Verfügung stellt. Das aber auch recht kompliziert und bürokratisch zu handhaben ist. Denn die Kommunen müssen ihre Maßnahmen erst an den Kreis melden, der übergibt die Listen dem Freistaat zur Prüfung. Erst nach grünem Licht von der Staatskanzlei können die eigentlichen Förderanträge an die sächsische Aufbaubank gestellt werden.

Es kann also, schätzt der Regis-Breitingener Bürgermeister Wolfram Lenk (Linke), bis Ende des Jahres dauern, ehe die Stadt einen Förderbescheid über die aus dieser Quelle in Aussicht stehenden rund 393 000 Euro bekommt.

Mit Fachförderung und Investkraftstärkung zusammen stünden der Stadt Regis-Breitingen rund 886 000 Euro Fördermittel für den neuen Kindergarten zur Verfügung, also etwa die Hälfte der förderfähigen Kosten. Laut Lenk entspräche das der städtischen Planung, die nur von einer 50-Prozent-Förderung ausgegangen sei. Der Rest wäre als Eigenmittel im Haushalt vorgesehen. Die Hoffnung auf eine höhere Förderung sei erst im Nachhinein entstanden und werde weiter verfolgt.

Jetzt steht die Stadt erst einmal vor der Frage, ob mit dem Bau nach Freigabe des Geldes aus der Fachförderung von Land und Kreis schon begonnen werden soll, auch wenn die zweite Förderrate, die vom Bund, noch nicht zur Verfügung steht.

„Mit dem Geld vom Kreis könnten wir in diesem Jahr noch anfangen“, sagt Lenk. Auf jeden Fall könnte die Planung weiter vorangetrieben werden, möglicherweise könnten erste Aufträge vergeben werden. „Optimistisch betrachtet ist ein Baubeginn noch in diesem Jahr möglich“, ist der Bürgermeister vorsichtig und ergänzt: „Aber auf eigenes Risiko.“ Denn ob das Geld vom Bund wirklich kommt, ist erst sicher, wenn der Förderbescheid vorliegt.

Eine Konstellation, die Stadtrat Werner Heiche (FDP) und vermutlich auch einigen anderen Kopfzerbrechen bereitet. „Besser wäre es, man hätte das Geld in der Tasche und baut dann“, sagt er der LVZ auf Anfrage. Dennoch besteht weitgehend Einigkeit darüber, lieber früher als später mit dem Bau zu beginnen, wie Jörg Zetzsche (CDU), bestätigt.

Doch auch das dürfte, rechnet Lenk vor, nicht vor Spätsommer oder Herbst passieren. Bis Ende Juli muss die Stadt jetzt weitere Unterlagen beim Kreis einreichen, einschließlich eines aktualisierten Fördermittelbescheids. Nächste Woche trifft sich die Verwaltung mit dem Planungsbüro.

Eine Baugenehmigung für die neue Kindertagesstätte liegt seit Anfang November 2015 vor. Gebaut werden soll das L-förmige Gebäude nach Plänen des Büros Strauss Architekten aus Borsdorf auf dem Grundstück gegenüber der Zweifeld-Sporthalle direkt an der Ecke, an der die Straße Am Stadion in Richtung Wohngebiet abzweigt.

Von André Neumann

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