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Borna Kreisausschuss bekräftigt: Alle Schulen sollen bleiben
Region Borna Kreisausschuss bekräftigt: Alle Schulen sollen bleiben
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18:49 06.04.2011
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. Darüber herrschte Mittwoch Abend Einigkeit im Kreisausschuss für Bildung, Kultur und Sport. Der Brief an das sächsische Kultusministerium, das diese vier Schulen geschlossen sehen will, ist in diesem Sinne eindeutig. Alle Zeit vom Tisch ist die Zukunft von Schulen aber damit keineswegs – nicht nur, weil das letzte Wort des Ministeriums aussteht.

 

„Wir wollen alle Standorte, die im Bescheid des Ministeriums in Frage gestellt werden, erhalten", sagte Landrat Gerhard Gey (CDU) klipp und klar. Das sei auch der Tenor der unmittelbar vor dem Ausschuss tagenden Arbeitsgruppe zur Schulnetzplanung gewesen. Die Prognose der Schülerzahlen, die dem Landkreis vorliege, weiche im positiven Sinne von jenen Zahlen ab, die das Kultusministerium seinem Bescheid zugrunde gelegt habe. Das Ministerium begründete seine Auffassung, besagte drei Mittelschulen und die Grundschule auslaufen zu lassen, mit den über Jahre nicht erreichten und auch künftig unzureichenden Mindestschülerzahlen.

Zudem übt der Bescheid Kritik am Agieren von Kreisverwaltung und Kreistag, die es versäumt hätten, „ein tragfähiges Konzept für die Region Kitzscher/Borna/Regis-Breitingen" hinsichtlich der Mittelschulen zu entwickeln. Gey kam deshalb nicht umhin, gestern „Wasser in den Wein" zu gießen", denn: Auf den vier Schulen alle Zeit zu beharren, „ist keine Lösung, es ist ein Vor-sich-her-Schieben." Gegen Ende des Jahrzehnts werde die demografische Entwicklung die Schülerzahlen erheblich schmälern. Deshalb sei es zwingend nötig, dass sich Kommunen über gemeinsame Schulkonzepte verständigten. „Wenn die Akteure vor Ort sich einig sind, kann man einiges erreichen", sagte der Landrat. Als positives aktuelles Beispiel nannte er den Zweckverband zwischen Frohburg und Kohren-Sahlis, der darauf abzielt, die drei Grundschulen in dieser Region durch Lenkung der Schülerströme langfristig zu sichern.

„Ich bezweifle, dass es möglich ist, dass sich die Kommunen untereinander verständigen", warnte Ute Kniesche (UWG). Um wirklich etwas zu erreichen, müssten Schulgesetze geändert werden. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, die Kommunen und der Kreis, und wir müssen die Eltern mitnehmen", bekräftigte Gerhard Gey. Die Haltung des Landkreises, auf den vier Schulen zu bestehen, begrüßte Heike Werner (Linke). Es habe sich gezeigt, dass das Moratorium in punkto Schullandschaft keine Rechtsverbindlichkeit habe; umso wichtiger sei es, am heutigen Schulbestand festzuhalten.

Der Ausschuss hatte zum Antwortschreiben an das Kultusministerium keinen Beschluss zu fassen. Das Einvernehmen war indes einhellig.

Ekkehard Schulreich

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