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Borna Kreissportbund Landkreis Leipzig überspringt die 41 000-Mitglieder-Hürde
Region Borna Kreissportbund Landkreis Leipzig überspringt die 41 000-Mitglieder-Hürde
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16:56 27.04.2017
KSB-Präsident Wolfgang Klinger (l.) zeichnet Lutz Grohme, Vorsitzender des Otterwischer SV, mit der Ehrenmedaille des Kreissportbundes aus. Ebenso gewürdigt wurden Uwe Bergbauer (VSV 77 Borna), Monika Staar (SG Blau-Weiß Zwenkau) und Dieter Fischer (Colditzer Kanu- und Sportverein, in Abwesenheit). Quelle: KSB/René Schober
Kitzscher

Die nächste Tausender-Marke ist geknackt: Der Kreissportbund Landkreis Leipzig hat jetzt 41 311 Mitglieder. Damit war der KSB im vergangenen Jahr um 715 Sportler gewachsen, hob Präsident Wolfgang Klinger bei der Hauptausschusstagung am Mittwochabend in Kitzscher hervor. Nunmehr sind 15,99 Prozent aller Einwohner des Landkreises in den 335 Vereinen der Dachorganisation registriert. Schatzmeister Andreas Woda sprach von einer guten finanziellen Ausstattung des Verbandes und bilanzierte „eine kleine schwarze Zahl“ als Überschuss.

Klinger betonte, dass der Mitgliedergewinn aus fast allen Altersklassen stammt. „Lediglich bei den 19- bis 26-Jährigen sowie den 41- bis 49-Jährigen klappte das nicht.“ Die Vereine mit den größten Zuwächsen sind Aktiv-Sport Saxonia Naunhof (plus 149, fünf Stützpunkte im Kreis), SV Groitzsch 1861 (138), TSV 1886 Markkleeberg (110), TSG Markkleeberg von 1903 (72), die mit insgesamt 1534 Akteure der Primus im KSB ist, und Volkssportverein 77 Borna (67). Immerhin 39 Vereine nahmen mehr als zehn Kinder und Jugendliche neu auf, sodass sie für diese erfolgreiche Nachwuchsarbeit mit einer Prämie von 250 Euro belohnt werden. Ein weiterer wesentlicher Aufwärtstrend ist zudem im Altersbereich 50plus zu verzeichnen, der inzwischen mehr als ein Drittel aller Mitglieder ausmacht. Knapp ein Drittel ist 18 Jahre und jünger.

KSB-Präsident Wolfgang Klinger (l.) zeichnet Uwe Bergbauer, Vorsitzender des VSV 77 Borna, mit der Ehrenmedaille des Kreissportbundes aus. Quelle: KSB/René Schober

Gerade die Arbeit mit der Jugend sowie den Älteren macht das Wirken der Vereine aus, fasste Klinger zusammen. Er forderte die ehrenamtlichen Funktionäre auf, dafür zusätzliche Angebote zu schaffen Schließlich stehe der Freizeit- und Breitensport im Mittelpunkt. Tausende „normale“ Sportabzeichen sowie Kinder-Sportabzeichen „Flizzy“ waren 2016 abgelegt worden. Großveranstaltungen im Kreis waren unter anderem die Sieben-Seen-Wanderung (Hauptort Markkleeberg), die Muldentaler Radlertour, diesmals zum Blütenfest nach Dürrweitzschen und der Muldental-Triathlon (Grimma). Die umfangreichste Aktion für den Nachwuchs sind die Sparkassen- Kinder- und Jugendspiele, an denen inzwischen rund 4000 Mädchen und Jungen teilnehmen.

Natürlich werden in den Vereinen auch leistungssportliche Ambitionen gefördert. Dazu gibt es zwölf Talentstützpunkte der Landesfachverbände. 32 Landeskader und sogar acht Bundeskader werden auf höhere Aufgaben vorbereitet. Erfolge bis hin zur internationalen Ebene wurden erzielt und zusätzlich bei der Sportlerwahl sowie dem Sportlerball in Zwenkau gewürdigt.

Weniger zufrieden zeigte sich Präsident Klinger mit dem Aktivtag (ehemals Fun- und Trendsportwochenende), den der KSB mit dem Landkreis in dritter Auflage am Zwenkauer See veranstaltet hatte. „So blieben die 1000 avisierten Teilnehmer und Besucher erneut ein zu hochgestecktes Ziel“, sagte er. Wobei er stürmischen Regenschauern und recht kühlen Temperaturen eine Mitschuld gab. Neuer Anlauf wird am 18. Juni genommen, wo mit der Rückkehr vor die Sommerferien auf mehr Beteiligung von Schulen und Familien gehofft wird.

Wirtschaftlich steht der KSB auf gesunden Füßen, konstatierte Finanzchef Woda. Einnahmen von 577 600 Euro standen Ausgaben von 550 800 Euro gegenüber, sodass ein Plus von 26 800 Euro erreicht wurde. „Immer noch eine ordentliche Summe. Aber wir sind verwöhnt.“ Ist der Wert doch nur ein Drittel vom Ergebnis 2016 und gar nur ein Viertel von 2015. „Weil die Rücklagen aufgefüllt werden, ist es deshalb diesmal nicht möglich, die Jugendpauschale für die Vereine zu verdoppeln, wie wir es in den Vorjahren getan haben“, so Woda. Im neuen Haushalt wird mit einem Gesamtumfang von 567 800 Euro geplant.

Geschäftsführerin Andrea Heinze erklärte abschließend, dass der KSB am 23. September Gastgeber für den Landessporttag ist. In der Parkarena Neukieritzsch wählen die Delegierten aus ganz Sachsen dann die Spitze des Landessportbundes neu. Außerdem sei eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge für den LSB vorgesehen.

Von Olaf Krenz

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