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Borna Kreistag entscheidet am Mittwoch über Netzplanung der allgemein bildenden Schulen
Region Borna Kreistag entscheidet am Mittwoch über Netzplanung der allgemein bildenden Schulen
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16:39 17.06.2010
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Größtes Problemkind hier sind die Mittelschulen, bei denen die Schließung der Regiser Bildungsstätte verankert ist.Seit der Kreisfusion im August 2008 arbeitet die Verwaltung an dem umfangreichen Papier, erklärt Kreis-Kultusamtsleiter Manfred Schön. Die Planung und damit verbunden die Prognose zu den Schülerzahlen reicht bis ins Jahr 2020.„Die Grundschulen im Kreis sind die mit den wenigsten Problemen", sagt Schön. 52 der derzeit 55 kommunalen Einrichtungen werden als stabil eingeschätzt. Der Kreis folgte der Beschlusslage der Stadt Borna, wodurch die Aufhebung der Grundschulen „Neuseenland" und Neukirchen in seiner Schulnetzplanung verankert ist. Deutzen ist die einzige Grundschule, die unter Beobachtung steht.Kommunale Mittelschulen gibt es derzeit 19 im Landkreis. Problematisch ist es angesichts der Schülerzahlen – pro Jahrgang fordert der Gesetzgeber 40 – insbesondere im Raum Kitzscher-Borna-Regis. „In dieser Region sind auf Dauer nur Schüler für zwei Mittelschulen zu erwarten", verdeutlicht Schön. Der Kreis schlägt deshalb vor, die Regiser Bildungsstätte aufzuheben und hofft, „dass ein Großteil dieser Schüler in Borna ankommt" und zum Beispiel Schüler, die nördlich von Borna wohnen, die Schule in Kitzscher stärken. Schön: Wir wollen nicht, dass in der Region zwei Mittelschulen sterben." Die Einrichtung in Kitzscher steht dennoch unter Beobachtung, ebenso wie Colditz. Alle anderen Mittelschulen im Kreis gelten als stabil, auch wenn Bad Lausick, Böhlen und Thümmlitzwalde laut Schön nach den bisherigen Anmeldezahlen „im Grenzbereich liegen".Als stabil gelten auch die sechs kommunalen Gymnasien im Kreis. Hier liegt das momentane Problem eher in zu großen Schülerzahlen, insbesondere in Grimma. Deshalb hofft die Kreisverwaltung, Schülerströme vom nördlichen Grimmaer Raum nach Brandis und vom nördlichen Brandiser Raum nach Wurzen lenken zu können, wo es noch ausreichend Kapazitäten gebe. Aufgrund der Schülerzahlen werde künftig wieder ein eigenständiges kommunales Gymnasium in Markranstädt entstehen, verdeutlicht Schön. Derzeit ist dort eine Außenstelle von Schkeuditz etabliert.Schließlich die kommunalen Förderschulen. Die vier Schulen zur Lernförderung und die drei Schulen für geistig Behinderte „sind zur Zeit im Grund genommen gesichert". Ein Fragezeichen gebe es aber aufgrund einer UN-Konvention, wonach Schüler mit Defiziten so lange wie möglich in Regelschulen unterrichtet werden sollen. Hier erwartet der Landkreis Aussagen vom Kultusministerium. Schön: „Da kommt was auf uns zu."  

Frank Prenzel

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