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Borna Krippengebühren in Böhlen sollen steigen
Region Borna Krippengebühren in Böhlen sollen steigen
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16:08 10.10.2018
Die Betreuung der Kleinsten wird für Eltern in Böhlen ab Januar wohl etwas teurer. Quelle: dpa
Böhlen

Die Betreuung von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren könnte für Böhlener Eltern ab kommendem Jahr etwas teurer werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt sprach sich in seiner Sitzung am Dienstag für eine leichte Erhöhung der Krippengebühren aus. Im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung eine Anpassung der Elternbeiträge an die Betriebskosten gefordert. Die letzte Anpassung erfolgte Anfang 2016.

Gesetzgeber macht Vorgaben

Grundlage für die Forderung sind die prozentualen Anteile an den Betriebskosten, die die Eltern zu tragen haben. Zulässig sind laut Gesetzgeber für die Kinderkrippe 20 bis 23 Prozent, für Plätze in Kindergarten und Hort 20 bis 30 Prozent. „In der Krippe liegen wir aber mit 19,75 Prozent unter der gesetzliche Vorgabe“, machte Carmen Aust deutlich, Mitarbeiterin im Hauptamt. Wohingegen es bei den Kindergartenplätzen 21,38 und im Hort 25,03 Prozent seien.

Gestiegene Betriebskosten erfordern Erhöhung

„Bei den beiden letzteren liegen wir also im vorgeschriebenen Rahmen“, sagte Aust, die sich aus dem Grund dafür aussprach, hier keine Veränderungen vorzunehmen. „Über die Krippe aber müssen wir reden“, forderte sie den Ausschuss auf – und schlug eine Anpassung auf genau die gesetzlichen 20 Prozent vor. „Bei einer Neun-Stunden-Betreuung erhöhen sich die Gebühren für die Eltern um 2,28 Euro pro Monat. Sie zahlen dann statt 202 künftig 204,28 Euro“, rechnete Aust vor.

Wie Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) betonte, seien die Betriebskosten – also sowohl die Sachkosten für Strom, Wasser und Arbeitsmaterialien als auch die Personalkosten – in den zwei Einrichtungen in Böhlen gestiegen. Eine entsprechende Anpassung sei daher unausweichlich. Zustimmung fand der Vorschlag aus der Stadtverwaltung fraktionsübergreifend.

Gebühren für Kindergarten und Hort sollen so bleiben

Mirko Altmann (SPD) sprach sich dafür aus, die Anpassung für die Krippe vorzunehmen, um gesetzeskonform zu arbeiten, forderte aber zugleich, die Prozentsätze für Kindergarten und Hort beizubehalten. Auch Beate Krutzsch (Die Linke) argumentierte in die gleiche Richtung: „Wir müssen uns bei der Krippe an die Vorgaben halten, alles andere sollte so bleiben.“

Letztlich sprach sich der Ausschuss für eine Anpassung der Krippengebühren aus, die Gebühren, die Eltern für Kindergarten und Hort zu zahlen haben, sollen hingegen gleich bleiben. Nun muss der Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung Ende Oktober endgültig darüber entscheiden. Mit der Anpassung an die Betriebskosten steht die Stadt Böhlen nicht alleine da. Auch ihre Nachbarkommune Rötha hatte sich kürzlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Mehr Betreuungszeiten in der Krippe

Einher geht die Gebührenerhöhung mit zusätzlichen Betreuungszeiten im Krippenbereich, wie Aust betonte. Neben einer neun-, sechs- und vierstündigen Betreuung pro Tag seien zukünftig auch sieben und acht Stunden möglich. „Viele Eltern hatten den Wunsch geäußert, die Stundenzahl variabler zu gestalten“, sagte sie. Dem wolle die Stadt nun nachkommen. David Laux von der SPD lobte den Ansatz, „damit sind Eltern kleiner Kinder flexibler“.

Von Julia Tonne

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