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Kritik an !-72-Weiterführung

Kritik an !-72-Weiterführung

Die Stiftung Wald für Sachsen erwägt eine Klage, damit die künftige Autobahn 72 nicht das erst aufgeforstete Röthaer Holz zerschneidet (die LVZ berichtete). Auch andere Umweltschützer sehen den Autobahnabschnitt von Rötha bis zur A 38 überaus kritisch.

Rötha. Der Ökolöwe Umweltbund Leipzig bezeichnet den Bau des Teilstücks sogar als einen klaren Fall von Steuergeldverschwendung.

"Zwischen Leipzig und Rötha gibt es bereits eine leistungsfähige vierspurige Bundesstraße. Dennoch sollen für 100 Millionen Euro aus gelben Schildern blaue gemacht werden", so Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen. Gleichzeitig würden überall im Lande Straßen, Brücken und Gleise, für deren Instandsetzung angeblich kein Geld da ist, verfallen.

Ob es bei den geplanten 100 Millionen Euro für den 7,2 Kilometer langen A-72-Abschnitt von Rötha zur A 38 bleiben wird, sei ungewiss, so der Umweltbund aus der Messestadt. Er erinnert an den bereits fertiggestellten Abschnitt bei Rochlitz/Geithain, wo aufgrund instabiler Böschungen Mehrkosten von 50 Millionen Euro entstanden seien. Zudem müssten nach wie vor die Unterhaltungskosten für den verbleibenden Teil der Bundesstraße 95 aufgebracht werden, "nur eben nicht mehr durch den Bund".

Auch der prognostizierte Verkehr von 65 000 Fahrzeugen am Tag erscheint dem Ökolöwen nicht realistisch. Supplies: "Hier wird ein Bedarf suggeriert, der angeblich nur mit einem Neubau zu bewältigen wäre." Die neue Autobahn solle in Teilen parallel zur jetzigen Bundesstraße führen, dafür müsse auch ein Teil des Röthaer Holzes weichen, weitere Flächen würden versiegelt, kritisiert Supplies.

Mit Bezug auf die Aussage von Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP), dass die Finanzierung des letzten Abschnittes der A 72 die erste Nagelprobe für die Verkehrspolitik der neuen Bundesregierung ist, sagte Supplies: "Alle verantwortlichen Verkehrspolitiker vermitteln die Botschaft, dass Erhalt vor Neubau gehe. Die Nagelprobe wäre also bestanden, wenn für eine kostengünstige Lärmsanierung der vierspurigen Trasse gesorgt wird, anstatt der Betonlobby Steuermillionen zuzuschieben.

Wie berichtet, wurde der Planfeststellungsbeschluss für den sogenannten Abschnitt 5.2 der A 72 im Dezember vorgelegt. Seit Montag können Interessenten in die umfangreichen Unterlagen Einsicht nehmen. Die Dokumente liegen bis zum 27. Januar zu den Dienstzeiten in den Rathäusern von Böhlen, Rötha und Markkleeberg aus, ebenso in der Leipziger Niederlassung der Landesdirektion Sachsen, die das gesamte Planfeststellungsverfahren leitet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Frank Prenzel

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