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Kritik zum Denkmalschutz aus Pegau

Kritik zum Denkmalschutz aus Pegau

„Man muss dem Rechnung tragen, dass die Leute heute auf günstige Betriebskosten, Balkon, ordentliche Raumhöhe und Stellplatz fürs Auto Wert legen", sagt der Stadtchef.

. Die Menschen seien früher nun mal kleiner gewesen, durch die historischen Türen kommt heute keiner mehr durch, ohne sich an den Kopf zu stoßen.

Auf Anhieb würden ihm zehn schöne alte Häuser in der Stadt einfallen, die immer mehr verfallen. „Wenn es dafür nicht bald eine Lösung gibt, sind diese Gebäude unwiederbringlich verloren", so Bringer.

Natürlich sei Denkmalschutz wichtig, „aber man darf die Messlatte nicht zu hoch legen". Wenn Investoren zum Beispiel dazu verpflichtet würden, die Vorderfront denkmalgerecht wiederherzurichten, dafür aber im Inneren einiges verändern und an der Rückseite des Hauses Balkone anbauen dürften, wäre vieles leichter. „Wir als Stadt versuchen mit Engelszungen Investoren für die Häuser zu begeistern und stehen mit ihnen kurz vor der Vertragsunterzeichnung, doch dann verschrecken die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes die Leute", ärgert sich der Bürgermeister. So zum Beispiel geschehen bei der Alten Apotheke in der Helbigstraße. Das sei manchmal realitätsfern und die Stadt bleibe auf den Häusern sitzen. „Wir sollten das erhalten, was sinnvoll ist und auf diese Weise möglichst viele historische Gebäude retten", meint Peter Bringer. Er würde sich hier mehr Unterstützung von der Denkmalschutzbehörde wünschen. Vielleicht bringe die derzeitige Diskussion um die Veränderung im Denkmalschutz die Sache voran, wobei der Rathauschef vermutet, dass es auch jetzt schon im Gesetz einen gewissen Ermessungsspielraum gebe.

Über baldige Veränderungen beim Denkmalschutz des Landkreises kann Sprecherin Brigitte Laux nichts Konkretes sagen. Die geplante große Novellierung des sächsischen Denkmalschutzgesetzes sei zurückgestellt worden. „Angestrebt ist jetzt eine kleinere Lösung, deren genaue Regelungen wir noch nicht kennen", so Laux. Beabsichtigt sei eine Entlastung der Verwaltungsstrukturen. So sollen bestimmte Maßnahmen an Denkmalen nicht mehr einer Genehmigungspflicht, sondern einer Anzeigepflicht bei den unteren Denkmalschutzbehörden unterliegen. Dies soll zu einer Entlastung der Denkmaleigentümer führen. „Weiterhin soll die Zumutbarkeit denkmalschutzrechtlicher Maßnahmen stärker hinsichtlich wirtschaftlicher Belange des Eigentümers eingeschränkt werden. Das Verfahren wird so zukünftig transparenter und bürgerfreundlicher gestaltet", sagt die Sprecherin.

Claudia Carell-Domröse

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