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Krönung der Saison - oder Rettung

Krönung der Saison - oder Rettung

Kurz vor Toresschluss der Saison 2012/2013 wird bei den Fußball-Männern der zweite große Titel vergeben. Den ersten hat der Bornaer SV als Kreisoberliga-Meister geholt.

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Den Meisterpokal hat Bornas Kapitän Jens Wagner (M.) schon entgegengenommen.

Quelle: Privat

Borna. Nun streben die Wyhrastädter das Double an mit dem Sieg im Kreispokal-Endspiel. Sie sind morgen Gastgeber für den Staffel-Dritten Hausdorfer FC Colditz. Auch angesichts des letzten Liga-Duelle wird eine heiße Partie erwartet.

Gesucht wird der Nachfolger von SV Blau-Weiß Deutzen (2011, 1:3-Sieg beim TSV Lobstädt) und SV Tresenwald Machern (2012, 6:7 n. E. beim SV Eintracht Sermuth). Erst zum dritten Mal wird im fusionierten Fußballverband Muldental/Leipziger Land ein Sieger in diesem K.-o.-Wettbewerb ausgespielt. In den ersten beiden Anläufen unterlagen die Gastgeber. Das soll den Wyhrastädtern morgen nicht passieren.

"Es ist ein würdiges Finale, wenn der Erste und der Dritte der Kreisoberliga aufeinandertreffen", sagt Bornas Coach Marco Gruhne. "Ich denke, es ist ein Vorteil, dass wir zu Hause spielen. Und wir sind in der Rückrunde ungeschlagen geblieben. Beides dürfte uns zum Favoriten machen." Wobei in einem einzelnen Spiel vieles möglich sei. Allerdings, schränkt er ein, könnte es sein, "dass meine Mannschaft nach Meistertitel und Bezirksliga-Aufstieg satt ist". Zumal das in der Vorwoche schon ausgiebig beim Mallorca-Ausflug gefeiert wurde - selbst finanziert angesichts der Vorjahres-Insolvenz des Vereins. Mit den drei Trainingseinheiten dieser Woche will er seine Truppe wieder in die Spur bringen. Allerdings registrierte er mehr Lässigkeit als sonst. "Nun muss zum Spaß wieder der Biss kommen. Schließlich können wir unsere Erfolge am Sonnabend krönen." Noch sucht er "den richtigen Dreh, um die Jungs anzustacheln".

Der Colditzer Trainer Jens Höppner stellt das Licht seines Teams etwas unter den Scheffel. "Klar sind sie Favorit", sagt er über die Wyhrastädter. "Wir werden sicherlich etwas defensiver agieren." Voraussichtlich fällt kein Akteur aus, wenn auch nicht alle fit sind. "Sandro Antony klagt noch über seinen Oberschenkel und will es erst noch einmal versuchen." Max Berthold musste das Dienstagtraining abbrechen. Bei der Übungseinheit spürte der Coach aber deutlich, dass wieder mehr Tempo in den Aktionen ist. "In den letzten Wochen war die Luft etwas raus. Darüber hinaus waren einige unserer Spieler unmittelbar vom Hochwasser betroffen, das vergessen viele. Doch nun geht es noch einmal um etwas."

Höppner selbst stand "zweimal im Bezirkspokal-Finale. Gegen Lobstädt haben wir gewonnen, gegen Sachsen Leipzig verloren". Beim HFC, der morgen sein 100. Pflichtspiel seit dem Zusammenschluss von Hausdorfer SV und Colditzer SV absolviert, steht kein Kreispokal im Schrank; allerdings gewann Vorgänger HSV den im Muldental 2004. Umso hungriger ist der HFC jetzt auf den Pokalsieg.

Was dem Bornaer Gruhne klar ist. "Ich hatte die Hausdorfer in der Liga als stärksten Kontrahenten erwartet. Da sie zuletzt den zweiten Platz verspielten, ist das Finale ihre einzige Chance, die Saison zu retten. Es wird sicherlich eine enge Kiste." Vor allem das Phantomtor für den BSV vom Rückrunden-Punktspiel, als der Ball beim 1:1 nicht hinter der Linie war, werde die Gäste auf Revanche brennen lassen. Zumal Borna die Partie mit 3:2 gewann, nachdem er sich schon auswärts mit 2:4 durchgesetzt hatte. "Dennoch", sagt der Wyhrastädter Trainer, "bin ich überzeugt, dass wir das Ding ziehen. Wenn meine Jungs klar im Kopf sind. Elfmeterschießen lasse ich nicht üben." Bis auf Nico Winkler kann er alle Akteure einsetzen.

In sportlicher Sicht ist also alles angerichtet für den Abschlusshöhepunkt der Saison. "Nun muss nur noch das Wetter mitspielen, dann hoffe ich auf 500 Zuschauer", sagt Marco Gruhne. Die Gäste haben ihre Fans zumindest mit einem Bus und zahlreichen Autos angekündigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2013

Olaf Krenz/Robin Seidler

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