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Borna Künftige Strompreise noch unklar
Region Borna Künftige Strompreise noch unklar
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19:32 26.10.2012
Geht das Licht im nächsten Jahr an, wird es für den Verbraucher wieder etwas teurer.
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Borna

Bornas Stadtwerke-Chef Mario Marion rechnet, dass ein Durchschnittshaushalt 40 Euro mehr berappen muss. „Es ist eine gewisse Art der Resignation vorhanden", erzählte Mario Maron, Geschäftsführer der Städtischen Werke Borna GmbH. Erzürnte Kunden hätten sich bisher noch nicht gemeldet. Und die Stadtwerke selbst würden ebenfalls resignieren. „Es ist ja vorgegeben und nicht zu ändern." Man merkt Maron an, dass er alles andere als begeistert von der Erhöhung der EEG-Umlage ist: „Was oft vergessen wird, ist, dass es sich bei der Erhöhung auf 5,28 Cent um Netto-Preise handelt", auf die die 19-prozentige Mehrwertsteuer noch aufgeschlagen werden müsse, klärt er auf. „Die reale Erhöhung liegt somit bei etwa zwei Cent pro Kilowattstunde." Bei einem durchschnittlichen Haushalt in Borna, bei einem Verbrauch von 2000 Kilowattstunden, mache das ungefähr 40 Euro Mehrkosten im Jahr aus. Für die Städtischen Werke Borna wirkt sich die Umlage nicht auf die Bilanz aus. Die erwarteten 600   000 Euro Mehreinnahmen muss das Unternehmen an den Übertragungsnetzbetreiber „50 Hertz" abgeben. Über die genauen Strompreise für 2013 kann Maron noch keine Auskunft geben. Dafür lägen noch nicht alle Informationen vor. „Doch wir werden unsere Kunden rechtzeitig informieren, wahrscheinlich Mitte November." Die Erhöhung der Ökostrom-Umlage, so viel scheint aber klar, wird an den Endverbraucher durchgereicht. Der mitteldeutsche Energieriese EnviaM, der im Borna-Geithainer Land die meisten Haushalte mit Strom beliefert, wird die Strompreise für Privat- und Gewerbekunden aufgrund „deutlich steigender Umlagen und Netzentgelte im Jahr 2013 erhöhen", wie Unternehmenssprecher Stefan Buscher auf Anfrage mitteilte. „Wann und in welcher Höhe die Strompreise steigen werden, können wir momentan noch nicht sagen, da uns die Höhe aller Umlagen noch nicht bekannt ist." Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf mindestens 35 Prozent zu steigern, bis 2050 sollen sogar 80 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Mit der EEG-Umlage wird die Umstellung finanziert, so zum Beispiel das Aufstellen von Windrädern oder die Installation von Solaranlagen. Große Industrieunternehmen können sich von der EEG-Umlage allerdings befreien lassen. Den Ausgleich trägt der Endverbraucher. „Nach unserem Kenntnisstand gibt es in Borna aber keine Firmen, die befreit werden", teilte SWB-Chef Maron mit. Überhaupt gebe es in der Region nur wenige große Industrieanlagen, die in den Genuss der Befreiung kämen.

Ines Neumann

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