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Borna Künftiges Ökobad wird zum öffentlichen Mülleimer
Region Borna Künftiges Ökobad wird zum öffentlichen Mülleimer
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14:51 19.05.2015

Seit der Schließung wurde das Terrain, die Wasserbecken und Gebäuden nach und nach der Natur überlassen. Was einst eine Oase für Badegäste war, ist nur noch ein verwahrlostes Loch inmitten üppigen Grüns.

Verwilderte Bäume, Blumen und Unkraut gewinnen in der ehemaligen Idylle des vormaligen Freibadgeländes mehr und mehr die Oberhand. Die Gebäude sind marode und wirken wie offene Wunden. Wer dort entlang spaziert, sieht kann das zerstörerische Werk von Vandalen besichtigen. Das großen Schwimmbecken, halbvoll mit Regenwasser, wird ist längst zu einem öffentlichen Mülleimer geworden, während und die Terrassen des ehemaligen als Imbissgebäudes regelmäßig als Lagerplatz genutzt werden. Der Betrachter sieht zerbröckelnde Bausteine, Spielzeuge aus Plaste und sogar ein altes Fahrrad , die im dunkelgrünen Wasser versunken sind. Die Betonmauer um das Wasser sowie die Steinwege lösen sich langsam auf.

Auf der ehemaligen Rettungsschwimmerstation steht der einzige Wächter an diesen Tagen: ein einsamer Kran, umgeben von springenden Fischen und Froschen im Wasser.

Kurz nach der Schließung des Bades einem Stadtratsbeschluss vom Dezember 2006 zufolge war Verein Freibad-Verein gegründet worden. Sein Ziel: die Wiedereröffnung des Bades. Der Verein brachte ein Bürgerbegehren auf den Weg, das sich der Stadtrat im vorigen Jahr zu eigen machte. Damit liege die Umsetzung des Bürgerbehrens jetzt bei der Stadt, sagt der Vorsitzende des Freibad-Vereins, Holger Luedtke. Es gehe darum, auf dem Gelände des alten Freibades ein Naturbad zu errichten "Wir als Verein haben es geschafft, dass das Freibad immer noch ein Thema in der Stadtverwaltung geblieben ist. Nun ist das Freibad keine Fiktion mehr", betont Luedtke weiter, der auch Chef des Linken-Kreisverbandes Westsachsen ist.

In die Bauplanungen sollen auch die Ergebnisse eines Studentenwettbewerbs aus den Jahren 2012/2013 einfließen, den der Freibad-Verein initiiert hatte. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Bürgermeister Frank Stengel (parteilos) erklärt, dass die Stadt noch bei den Voruntersuchungen für die Bauplanungen sei. "Noch haben wir nichts auf dem Tisch", teilte er auf LVZ-Anfrage mit. Es gehe darum, die Kosten sowie einen Gestaltungsentwurf für die Badefläche und das Umfeld festzulegen. Im Haushalt der Stadt seien 690 000 Euro für die Renovierung eingeplant, wovon 190 000 Euro für den Abriss von den alten Gebäuden bestimmt seien.

Es dürfte also noch Zeit vergehen. Bis dahin sprießt die Natur An der Wyhraaue kräftig weiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2014
Krysta Brwon

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