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Kulturhaus Böhlen: Rund 300 Veranstaltungen liegen vor dem Team

Nach Grundreinigung Kulturhaus Böhlen: Rund 300 Veranstaltungen liegen vor dem Team

Das Böhlener Kulturhaus ist in die neue Saison gestartet. Hinter dem Team liegen eine wochenlange Grundreinigung des Hauses, Reparaturen, Konzeptentwicklungen und ein wenig Urlaub. Vor den Mitarbeitern liegen bis zum Sommer 2017 um die 300 Veranstaltungen – ohne Rücksicht auf Ferien, Feiertage und Wochenenden.

Die schrillste Nacht des Jahres gibt es am 5. November ab 20 Uhr im Kulturhaus mit „Zauber der Travestie“.

Quelle: Julia Tonne

Böhlen. Seit einigen Wochen geht es im Kulturhaus Böhlen wieder rund – heißt: Veranstaltungen am laufenden Band. Nach der sechswöchigen Sommerpause ist das Team um Geschäftsführerin Christiane Fuhrmann mit dem Leipziger Symphonieorchester und dessen Spanischer Nacht in die neue Saison gestartet, in den kommenden Wochen nun geht es abwechselnd heiß, komisch, nordisch unterkühlt, skurril und fantastisch im Haus zu. Damit alles reibungslos über die Bühne gehen kann, haben Fuhrmann und ihre Mitarbeiter die Sommerzeit genutzt, um alles im Kulturhaus auf Vordermann zu bringen.

Kritik an der Schließung des Hauses während der Sommerwochen hatte die Böhlenerin Helga Marscholek geäußert und den „Totentanz“ moniert. „Auf der Suche nach kulturellen Veranstaltungen im Kulturhaus Böhlen musste ich feststellen, dass hier von Mitte Juni bis Mitte September mit Ausnahme einer ,Spanischen Nacht‘ keine Veranstaltung stattfindet“, schrieb sie. Das kann Fuhrmann nicht nachvollziehen. Lediglich sechs Wochen und nicht ein Vierteljahr sei das Haus im Sommer geschlossen. Und die größte Aktion während dieser Zeit war die Grundreinigung des kompletten Hauses. So mussten nicht nur alle Glastüren geputzt und poliert werden, sondern auch sämtliche Polsterstühle im Großen Saal. „Und bei 765 Plätzen ist der Zeitaufwand dafür nicht unerheblich“, macht Fuhrmann deutlich. Zudem standen Wartung und Funktionstests der Brandschutzvorrichtungen, die Wartung der Licht- und Tontechnik sowie Renovierungsarbeiten und Reparaturen an, die während des normalen Konzertbetriebs nicht machbar seien.

Was während der Saison auch nicht möglich ist: Urlaub für die Angestellten. „Die Pause ist die einzige Möglichkeit für uns, einige Tage am Stück Urlaub mit der Familie zu machen“, erklärt die Geschäftsführerin. Von September bis Juni arbeite das gesamte Team rund um die Uhr – ohne Rücksicht auf Ferien, Feiertage und Wochenenden, und zudem auch oft bis spät in die Nacht hinein. In Zahlen ausgedrückt: 267 Veranstaltungen und Einmietungen unterschiedlicher Größe gab es in der vergangenen Saison – Tendenz steigend.

Eine weitere Aufgabe neben der Grundreinigung, die in die veranstaltungsfreie Zeit fällt, ist die Konzeptentwicklung. Und die sieht für die gerade begonnene Saison unter anderem verstärkt Ballett-Aufführungen und Musicals vor. Fuhrmann will außerdem die Angebote um Theater erweitern. Denn die Nachfrage dafür sei da. „Das merken wir alleine an der Kindertheaterwoche im Frühling, die immer sehr gut besucht ist.“ Sie könne sich gut vorstellen, eine Laientheatergruppe zu etablieren und für diese Räume zur Verfügung zu stellen. Marscholek hatte in ihrem Schreiben die Frage gestellt, warum das Haus nicht von freien Theatergruppen genutzt werde. Doch die ist schnell beantwortet: Theatergruppen fallen nicht gerade vom Himmel. „Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden“, ruft Fuhrmann Hobby-Schauspieler auf. Denn das Metier Theater fehle als Puzzleteil in der Böhlener Kulturlandschaft. Ebenso Musicals. Doch das ändere sich jetzt auch. Im März kommt zusammen mit den Landesbühnen Sachsen „Fame“ auf die Bühne. Dass das Haus in den Sommerferien zudem Veranstaltungen für Kinder anbieten solle, wie von Marscholek vorgeschlagen, sieht Fuhrmann nicht als vorrangige Aufgabe eines Kulturhauses. Zudem seien viele Böhlener Familien verreist, so dass die Nachfrage nach einer Art „Ferienbetreuung“ ohnehin gering ausfallen würde.

Die nächsten Veranstaltungen im Kulturhaus sind unter anderem die große Schlager-Hitparade am 3. Oktober, die Multivisions-Show über Island am 7. Oktober und die Operetten-Gala mit dem LSO einen Tag später. Am 20. Oktober wird es dann richtig komisch. Die Online-Omi Renate Bergmann liest „Das bisschen Hüfte, meine Güte“ und berichtet aus ihrer Reha-Zeit.

Von Julia Tonne

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