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Borna Ausgezeichnet: Kulturbahnhof will Veränderungen reflektieren
Region Borna Ausgezeichnet: Kulturbahnhof will Veränderungen reflektieren
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21:43 17.03.2019
Staatsminister Thomas Schmidt verleiht Projektassistentin Ina Luft den 2. Preis. Quelle: SMUL/Thermann
Regis-Breitingen

Die kleine Gartenkolonie „Bergmannsruh“ in Regis-Breitingen beherbergt im Mai für einige Wochen besondere Gäste: Fünf Künstler aus Leipzig und Berlin werden dort leben und arbeiten – gemeinsam mit den Gärtnern wollen sie über die Stadt und ihre Veränderungen in den letzten 30 Jahren sprechen: „Wir möchten Geschichten sammeln und über den Transformationsprozess reflektieren“ sagt Ina Luft, die diesen ersten Teil des Projektes „Inside Out“ leitet. Am Montag bekam sie für diesen Ansatz vom sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft in Glauchau einen Preis übergeben, und das Versprechen auf 15.000 Euro Förderung. In dem Wettbewerb „Ideen für den ländlichen Raum“ haben Ina Luft und ihre Teamkollegen vom Kulturbahnhof Markkleeberg den 2. Platz gewonnen, unerwartet wie sie sagt: „Wir waren total überrascht, aber es ist eine tolle Anerkennung!“

„Nicht übergestülpt“

Der Ideenwettbewerb, der im August 2018 vom sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft ausgelobt wurde, suchte „konkrete Ideen für die Gestaltung des Zusammenlebens im ländlichen Raum und zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort“. Die Jury fand genau das bei dem Ansatz des Teams um Koordinatorin Mandy Gehrt vom Kulturbahnhof Markkleeberg wieder. „Und uns eröffnet das Geld ganz neue Handlungsspielräume“, freut sich Ina Luft. In Regis-Breitingen sieht auch Bürgermeister Wolfram Lenk das Potenzial des Projektes: „Das ist eine schöne Idee und wir unterstützen wo wir können“, sagt er. „Es wirkt nicht übergestülpt, das mag ich.“ Genau das ist auch den Projektmachern sehr wichtig: „Wir wollen den Austausch und die Auseinandersetzung mit der Bevölkerung“, so Ina Luft und der Regis-Breitinger Bürgermeister sieht in seiner Stadt da durchaus Potenzial: „Hier befassen sich viele mit der bewegten Geschichte von Regis-Breitingen und für die Künstler aus der Großstadt ist es bei uns sicher auch mal spannend.“ Dann lacht er: „Ich weiß noch nicht, was dabei herauskommt“

Installationen und ein Heft mit Geschichten

Kleine Ausstellungen und Installationen in den Gärten sind angedacht, so steht es in dem Projektkonzept. In einem zweiten Teil sollen andere Künstler in der Stadt Regis-Breitingen selbst leben, Wohnungen stellt die Dirk-Oelbermann-Stiftung. Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte zu verstehen und die mögliche Zukunft gemeinsam mit den Bürgern zu diskutieren, das ist das Ziel des Gesamtprojektes. Am Ende soll ein Heft entstehen. Für den Umgang mit dem Stoff „Veränderung“ ist Regis-Breitingen ein dankbarer Ort, von einer Industriemetropole des Braunkohleabbaus hat es sich in den letzten 30 Jahren zu einer Kleinstadt entwickelt, die noch um neue Identität ringt. Projekte, wie das der Markkleeberger Kulturschaffenden können da möglicherweise ihren Beitrag leisten. Den ersten Platz des Wettbewerbes errang übrigens die Initiative „Sohland lebt“ aus Görlitz für ihre Konzeption eines neuen Dorfzentrums.

Von Anna Flora Schade

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