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Borna Kunst für Kinder in Pegau: Stillleben mit Äpfeln und Bananen
Region Borna Kunst für Kinder in Pegau: Stillleben mit Äpfeln und Bananen
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00:32 24.02.2018
Jiang Bian-Harbort (li.) gibt den Schwestern Luise und Edda Weymann Hilfestellung beim Zeichnen eines Stilllebens. Quelle: Kathrin Haase
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Pegau/Kitzen

Linoldruck, Eisschnitzen, Steinbildhauerei, Arbeiten mit Keramik oder der klassische Mal- und Zeichenkurs. Die Ferienangebote des Künstlerpaares
Jiang Bian-Harbort und Sebastian Harbort aus Kitzen erfreuen sich seit fünf Jahren großer Beliebtheit.

„Wir möchten den Kindern gerne das weitergeben, was wir selber gelernt haben“, sagt die vielseitige Künstlerin, die in ihrem Heimatland China Grafikdesign und später in Dresden Kunstgeschichte und Bildhauerei studierte. „Mein Papa hat mich als Kind immer zu den Erwachsenenkursen geschickt, dort habe ich schon viel gelernt.“

16 Kinder beim Mal- und Zeichenkurs

In dieser Woche besuchen 16 Mädchen und Jungen ihren Mal- und Zeichenkurs im Pegauer Kunstraum Machart in der Breitstraße. Im Mittelpunkt stehen Stillleben – eine Banane, ein Strauß Tulpen, Weintrauben, Kürbisse, Äpfel und Zitronen, aber auch Eier oder eine Theatermaske mit langer spitzer Nase.

Jiang Bian-Harbort hat das Obst und die Blumen auf weißen Tüchern drapiert und gibt den Nachwuchskünstlern wichtige Tipps, bevor sie zum Stift greifen. „Wichtig ist das Beobachten“, sagt die 41-Jährige, „die Kinder müssen ihr Sehen trainieren, um ein Gefühl für Farben und Formen zu bekommen.“

Für Amelie Lange (14) und Anna Rieger (12) aus Kitzen sowie Jenny Rüdiger (14) und Anne Müller (13) aus Elstertrebnitz ist diese Herangehensweise eine neue Erfahrung. „Zu Hause male ich auch ganz gerne, am liebsten Porträts“, erzählt Amelie, die vielleicht einmal beruflich in diese Richtung gehen möchte.

Nach der Theatermaske, die sie sehr plastisch und real wiedergegeben hat, studiert sie nun ein menschliches Hand- und Armskelett. „Aber das ist gar nicht so einfach“, ist sie dankbar für die Hilfestellung durch Jiang Bian-Harbort.

Schüler können sich entfalten

Sichtlich wohl fühlen sich die Schwestern Luise (12) und Edda (9) Weymann aus Leipzig. Ihr Vater arbeitet als Theaterplastiker und ist mit dem Künstlerpaar aus Kitzen gut bekannt. „Mir macht das riesigen Spaß“, sagt Luise, während sie sich weiter auf einen Keramikkrug und das Stillleben mit Bananen und Äpfeln konzentriert.

In der lockeren Atmosphäre des Pegauer Kunstraumes können sich die Schüler gut entfalten. Im Hintergrund läuft Musik, Friedrich Rösel hat selbstgebackenen Kuchen für alle mitgebracht und in den schöpferischen Pausen schnattern und lachen die Jugendlichen bunt durcheinander.

„Viele haben auch spezielle Wünsche, möchten gerne Mangas oder Pferde malen“, sagt die Künstlerin. „Das machen wir natürlich auch. Ich möchte sie gerne glücklich machen.“

Mit dem wachsenden Erfolg ihrer Ferienkurse denken Jiang und Sebastian Harbort sogar daran, eine kleine Gruppe zu gründen, die sich regelmäßig, vielleicht aller 14 Tage zum Zeichnen, Drucken oder für Bildhauerarbeiten trifft. „Die Mädchen und Jungen hätten Lust darauf“, weiß die 41-Jährige. „Sie machen das, was sie gerne tun, können sich künstlerisch weiterentwickeln und sind unter Ihresgleichen. Das würde mir auch große Freude machen.“

Von Kathrin Haase

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