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Borna Kunstministerin Sabine von Schorlemer besucht Grundschule Pfiffikus
Region Borna Kunstministerin Sabine von Schorlemer besucht Grundschule Pfiffikus
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15:21 25.02.2010
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Böhlen

Es ermöglicht Grundschülern der Klasse 1 und 2 seit dem Schuljahr 2009/2010 den Zugang zur Musik – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Für den Hausgebrauch spielt sie Klavier. Die Ministerin machte aber auch an der E-Gitarre eine gute Figur. Unter Anleitung von Fachlehrer Mathias Dreiack entlockte sie dem Instrument erst ein paar leise, dann auch recht laute Töne. Klänge, die einige Jungs aus der Gruppe faszinierten und zu spontaner Breakdance-Einlage oder einer Luftgitarren-Nummer animierten. Nach ein bisschen Theorie zum Instrument wurde dann auch am echten Objekt der Begierde geprobt.

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Das Projekt „JeKi“ wird jährlich mit einer Summe von 350 000 Euro gefördert. 14 Musikschulen, 38 Grundschulen und mehr als 100 Pädagogen wirken daran mit. Momentan erlernen 1112 Erstklässler sachsenweit im ersten Jahr des Projekts alle Instrumente kennen – im Rahmen einer zusätzlichen Musikstunde. Im zweiten Jahr bestehe dann für jedes Kind die Möglichkeit, sich für das Erlernen eines Instruments seiner Wahl zu entscheiden. Für eine Gebühr von zehn Euro im Monat. Es gebe die Möglichkeit einer Befreiung, betonte von Schorlemer. „JeKi“ ermögliche somit auch Kindern aus sozial schwachen Schichten den Zugang zur Musik. „Musizieren sollte selbstverständlich sein“, so von Schorlemer.

Ein Ansatz, den auch Klaus-Dieter Anders, erster Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen, teilt. „JeKi“ sei eine einzigartige Chance, um die Musikschule als Bestandteil der Bildungslandschaft stärker in den Fokus zu rücken. Statistiken zufolge lernen im Landkreis Leipzig zurzeit rund 2000 Kinder an einer Musikschule, was einen Anteil von höchstens zehn Prozent entspricht. JeKi könne das positiv verändern, wünscht sich der Musikpädagoge.

Wie sich die Jungen und Mädchen im nächsten Jahr entscheiden, bleibt abzuwarten. Indes: Die Fachleute gehen aufgrund der bereits vorhandenen positiven Resonanz aber davon aus, dass sich 60 Prozent der Kinder für das zweite Jahr anmelden werden. Momentan machen an der Grundschule Böhlen alle Erstklässler mit. „Die Kinder sind total begeistert“, sagte Schulleiterin Ingrid Tietze.

Wenig später ließ sich das live erleben – in der Stunde zur E-Gitarre. Begriffe wie Plektrum, Saiten und Verstärker wurden aufgefrischt, schließlich die Instrumente ausprobiert. „Es ist schön, Rockstar zu spielen“, sagte Maximilian, dessen Onkel auch Gitarre spielt. Ronja fand es zwar schön, Gitarre indes ist „nicht mein Ding“. Die Kinder sind „total begeisterungsfähig“, freute sich Musikschullehrer Dreiack, der normalerweise mit älteren Schülern zu tun hat. Kinder von klein auf an ein Instrument zu führen, sei wichtig, betonte Bürgermeisterin Maria Gangloff.

Ungeachtet aktueller Spardebatten im Freistaat will sich die Staatsministerin dafür „einsetzen, dass am Projekt festgehalten wird“. Wenngleich es im Augenblick zu früh sei für konkrete Zusagen, sagte von Schorlemer auf Anfrage der LVZ. Ihre drei Kinder spielen übrigens alle drei ein Instrument.

Saskia Grätz

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