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Borna LMBV lässt sich Sanierung des Böhlener Kulturhauses 1,8 Millionen Euro kosten
Region Borna LMBV lässt sich Sanierung des Böhlener Kulturhauses 1,8 Millionen Euro kosten
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00:22 08.02.2018
Das Böhlener Kulturhaus wird ab dem Jahr 2020 saniert, unter anderem bekommt es eine neue Zugangsrampe und wird trockengelegt. Quelle: Jens Paul Taubert
Böhlen

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft will in den nächsten Jahren rund 1,8 Millionen Euro in die Sanierung des Kulturhauses Böhlen investieren. Das hat der Technische Ausschuss der Stadt während seiner vergangenen Sitzung erläutert. Allerdings dauern nach Aussage von Böhlens Bauamtsleiterin Katrin Aust allein die Planungen bis Ende 2019, so dass erst 2020 mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen sei. Zudem müsse die Stadt rund 15 Prozent Eigenanteil aufbringen.

Zu der sogenannten Paragraf-4-Maßnahme zählen verschiedene Arbeiten von Seiten der LMBV. „Unter anderem die Trockenlegung und Sockelsanierung, die Schaffung eines neuen barrierefreien Zugangs, die Grundleitersanierung und die Instandsetzung des Erdgeschosses im Südflügel“, zählt Claudia Hermann, Sprecherin der LMBV, auf. Zudem stünde die Erneuerung der Außenanlagen auf der Agenda des Tagebausanierers. Der Innenausbau des Südflügels könne sich nach Aussage von Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) daran anschließen, werde aber von der Stadt selbst und durch Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost finanziert.

Dass eine neue Rampe am Kulturhaus gebaut werden muss, ist dem Zustand der jetzigen geschuldet. „Sie entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen“, begründet der Rathauschef. Aust gab außerdem zu bedenken, dass die Stadt Wert auf die Neugestaltung der Zuwegung zum Parkplatz legen sollte, „die ist ja alles andere als intakt“. Auch die Treppe zum Haupteingang bedürfe einer dringenden Erneuerung.

Laut Hermann von der LMBV habe das Unternehmen bereits die Finanzierungsmittel beantragt, in diesem und im nächsten Jahr werde die Planung erfolgen, erst danach könnten die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Wie viel Zeit dann letztlich die Sanierung beanspruche, „ist im Moment noch nicht klar“.

Kritik an der Dauer der Planungen kam im Technischen Ausschuss unter anderem von Wolfgang Kramer (SPD) und Beate Krutzsch (Linke). Kramer bezeichnete die zwei Jahre als „Katastrophe“, sie seien keineswegs nachvollziehbar. Krutzsch hingegen hält die derzeitige Kostenaufstellung für inakzeptabel. „Wenn die Planungen so lange dauern und dann erst die Ausschreibungen erfolgen, haut die jetzige Kalkulation bei weitem nicht mehr hin“, machte sie deutlich. Zustimmung kam von der Bauamtsleiterin. Auch sie geht davon aus, dass sich die Sanierung verteuern wird und dann auch mehr Kosten auf die Stadt zukommen.

Der Umbau des Südflügels des Kulturhauses fällt hingegen vollständig in die finanzielle Verantwortung der Stadt. Aus der ehemaligen Gaststätte sollen in den kommenden Jahren mehrere Räume entstehen, die dann für verschiedene Projekte und Angebote zur Verfügung stehen. Die Bauamtsleiterin rechnet mit Gesamtkosten von insgesamt einer halben Million Euro und hofft auf Fördermittel aus dem Topf Stadtumbau Ost.

Von Julia Tonne

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