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Borna LSO reist weiter mit Albert Hammond durch die Welt
Region Borna LSO reist weiter mit Albert Hammond durch die Welt
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00:21 07.10.2017
Die Konzerthalle in Dublin war ausverkauft, als LSO und Albert Hammond gemeinsam gastierten. Quelle: F
Böhlen

Seit einigen Tagen ist das Leipziger Symphonieorchester aus Irland und England zurück, aber das Gänsehautgefühl hält noch an. Mit dem Musikproduzenten Albert Hammond, der bekannte Hits wie „It Never Rains in Southern California“ und „The Free Electric Band“ sang und weitere wie „One Moment in Time“ (Whitney Houston) für Kollegen schrieb, war das Ensemble unter Leitung von Dirigent Wolfgang Rögner kürzlich auf Tournee in Dublin und London. Beide Konzerthallen waren voll besetzt – „und das Publikum war begeistert“, sagt LSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch.

Kein Wunder also, dass im Herbst nächsten Jahres eine weitere Tour mit Hammond stattfinden soll, immerhin sei das LSO in den vergangenen Monaten quasi zum „Haus- und Hoforchester“ des Stars avanciert, wie Zschoch erklärt. Bereits in Dublin, erste Station der Nord-Tournee-Premiere, hat sich diese Position verfestigt. Schließlich war der Konzertsaal mit 4000 Zuschauern voll besetzt. Und weil Hammond einst für den irischen Sänger Joe Dolan mehrere Lieder schrieb, gehörten die Hits „Make Me An Island“ und „You’re Such A Good Looking Woman“ zum Repertoire des Auftritts in Irland. „Wenn 4000 Leute von der ersten bis zur letzten Zeile mitsingen und hinterher unendlich lange applaudieren, ist das ein grandioses Gefühl“, beschreibt Zschoch die Eindrücke. Einer unter den 4000 Gästen war Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt, der seinen Urlaub nutzte, um „Flagge für das Orchester“ zu zeigen.

Schon die An- und Abreise war eine Geschichte für sich. Sämtliche Instrumente konnten nicht im Flugzeug mitgenommen werden, weil sie teilweise schlicht zu groß für das Handgepäck gewesen wären. Also ging es für Flöten, Pauken, Kontrabass, Violinen und alle anderen mit dem Unternehmen Pinder per Lastwagen nach Dublin und London. Die Fährüberfahrt nach Irland stellte die erste Herausforderung dar, der Wellengang sorgte bei den Fahrern für flaue Mägen und im LKW für ordentliches Geschaukel. Und auch das Übersetzen anschließend nach England war mit ähnlichen Bedingungen verbunden. „Jeder Musiker hat, als der LKW kam, erst einmal ganz genau geguckt, ob die Instrumente heile geblieben sind“, erzählt der LSO-Geschäftsführer. Entwarnung gab es jedoch von allen Seiten: nicht ein Kratzer wurde zum Mitbringsel der Tour. (Übrigens sind CD und DVD vom gemeinsamen Konzert mit Hammond in Berlin als special edition ab Ende des Jahres erhältlich.)

Kaum sind die Musiker wieder zurück, laufen die Planungen für die nächste Konzertreise ins Ausland auf Hochtouren. Über den Jahreswechsel geht es für das Ensemble erstmals nach China. Stationen sind unter anderem Shanghai und Xi’an. Doch weil die Instrumente nun wahrlich nicht per Lastwagen transportiert werden können, bekommen sie eigene Sitzplätze im Flugzeug.

Von Julia Tonne

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