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Borna LSO zieht positive Bilanz für 2017 und hofft auf Fortsetzung des Erfolgs
Region Borna LSO zieht positive Bilanz für 2017 und hofft auf Fortsetzung des Erfolgs
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21:00 02.01.2018
Für das LSO war das Jahr 2017 das beste der vergangenen zwei Jahrzehnte. Nun werden die Weichen für ein ebenso erfolgreiches 2018 gestellt. Quelle: Andreas Doering
Böhlen

Höhepunkte gab es im zurückliegenden Jahr für das Leipziger Symphonieorchester (LSO) viele – und laut Hans-Ulrich Zschoch, Geschäftsführer des LSO, werde es ab Januar 2018 genauso weitergehen. Kürzlich zog er bei der Sitzung des Böhlener Stadtrates Bilanz. Kurz formuliert, sei 2017 sowohl aus künstlerischer als auch aus finanzieller Sicht ausgesprochen gut gewesen.

116 Konzerte hatte das LSO in seinem Kalender, verzeichnete knapp 40 000 Besucher. „In den vergangenen 20 Jahren haben wir das nicht geschafft“, erklärte Zschoch dem Gremium. Vor allem die Anrechtskonzerte in Markkleeberg, Borna und Böhlen würden „richtig gut laufen“, wobei letzterer Konzertort bei weitem die meisten Zuhörer anlocken würde und auch in finanzieller Sicht mehr als erfolgreich sei.

Hans-Ulrich Zschoch, Geschäftsführer des LSO. Quelle: André Kempner

Zu den Höhepunkten zählte der Geschäftsführer nicht nur die Tour mit dem Musikproduzenten Albert Hammond, sondern die Premiere der Show mit dem Udo-Jürgens-Double Martin Schmitt, ein Sonderkonzert in der Berliner Philharmonie sowie die Konzerte beim Neuseenland-Musikfest in Zwenkau. 2018 wird das Ensemble allein drei davon erneut erleben. Angedacht sind eine zweite Auflage der Hammond-Tournee, eine engere Zusammenarbeit mit Schmitt und der nächste Auftritt am Hafen des Zwenkauer Sees. Bis dahin aber stehen die Vorhaben sozusagen Schlange in den Terminkalendern der Musiker. Noch kurz vor Silvester ging es für das Orchester auf Konzertreise nach China – unter anderem nach Shanghai und Xi’an, im Januar und Februar beginne laut Zschoch die Auswahl des neuen Chefdirigenten.

Wie berichtet, scheidet Wolfgang Rögner nach drei Spielzeiten aus, mehr als 100 Bewerber hatten sich nach der Ausschreibung der Stelle beim LSO gemeldet. Die Musiker konnten in den vergangenen Wochen ihrem favorisierten Kandidaten ihre Stimme geben, „eingeladen wurden die Bewerber mit den meisten Stimmen“, so Zschoch weiter. Diese sollen probeweise einige Konzerte leiten. So ist unter anderem Karl Prokopetz (derzeit freier Dirigent im In- und Ausland) während der Anrechtskonzerte im Januar zu erleben. Der Franzose Nicolas Krüger (er lehrt seit 2005 an dem Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris) steht bei den Anrechtskonzerten im März vor dem Orchester.

Für Erleichterung bei dem Ensemble sorgte in diesem Jahr die Tatsache, dass sich sowohl der Landkreis Leipzig als auch der Landkreis Nordsachsen zu beiden Orchestern im Kulturraum Leipziger Raum – LSO und Sächsische Bläserphilharmonie in Bad Lausick – bekannt hatten. Rückwirkend zum Juli wurden dank der Initiative des Landkreises Leipzig die Fördermittel aufgestockt, „so dass sich die Gehälter der Musiker des LSO momentan auf dem Niveau von 70 Prozent der aktuellen Vergütungsordnung (nach Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern) befinden“. Auch eine andere Zahl könne sich durchaus sehen lassen, machte Zschoch deutlich: „Eine Eigenfinanzierung von rund 300 000 Euro ist ein sehr gutes Ergebnis“, das entspreche circa 18 Prozent des Gesamtbudgets. „Damit sind wir ausgesprochen gut aufgestellt, nur wenige andere Orchester schaffen das.“ Bedauerlich sei aus Zschochs Sicht, dass im Landkreis Nordsachsen die durch die Herauslösung der Musikschule frei gewordenen Mittel nicht den Orchestern, sondern ausschließlich Kultureinrichtungen in Nordsachsen zur Verfügung gestellt werden.

Zschoch hofft, dass sich in diesem Jahr endlich etwas in Sachen Anrechtskonzerte in Torgau tut. Bisher sei er mit seinem Anliegen immer wieder vertröstet worden, weil die Stelle des Geschäftsführers des Eigenbetriebs Kultur im Kreis Nordsachsen noch immer unbesetzt sei. Dabei ist das Interesse in Torgau selbst groß, in der Stadt gebe es nicht nur passende Konzertorte, sondern auch begeistertes Publikum, das bisher die Wege in die Region Leipzig auf sich nehme, um das LSO hören zu können.

Von Julia Tonne

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