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LVZ-Umfrage: Große Mehrheit für Freibad in Borna

Analyse LVZ-Umfrage: Große Mehrheit für Freibad in Borna

Ob Freibad in der Wyhraaue, Sportcampus oder Bockwitzer See: Der Streit, ob und wo ein öffentliches Bad für Borna entstehen soll, schlägt hohe Wellen. Was wollen Sie, die Einwohner der Region? Die Leipziger Volkszeitung startete dazu eine große Online- und Telefonumfrage: Herausgekommen ist ein deutliches Stimmungsbild in der Bevölkerung

Zehn Jahre nach der Schließung ist das Freibad in der Wyhraaue der Zankapfel in Borna.
 

Quelle: Thomas Kube

Borna.  Es ist ein Thema, das polarisiert wie kein anderes in der Kreisstadt. Seitdem die Stadt Borna 2006 das Freibad an der Wyhraaue geschlossen und Simone Luedtke (Linke) mit ihrer OBM-Kandidatur dessen Wiederbelebung versprochen hatte, reiben sich Öffentlichkeit, Verwaltung und Stadtrat an dem Vorhaben – bislang ergebnisoffen.

Die Leipziger Volkszeitung wollte ein Stimmungsbild derer, die ein Freibad nutzen würden und startete Ende Februar eine große Umfrage zum Erhalt des Freibades. Mit überwältigender Beteiligung: Neben 1800 Votings in einer Online-Abstimmung beteiligten sich weitere 625 Bewohner des Südraums an der repräsentativeren Telefon-Umfrage. Zwei Wochen lang wurden knapp 1000 Menschen im Auftrag der Leipziger Volkszeitung zur Zukunft eines Freibades in Borna befragt. Fünf Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten wurden gestellt.

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Die Leipziger Volkszeitung hatte zur Zukunft des Bornaer Freibades eine große Online- und Telefonumfrage gestartet.

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Die grundsätzliche Einstellung der Umfrage-Teilnehmer, ob Borna ein Freibad unterhalten sollte, fiel deutlich aus: Knapp zwei Drittel der Online-Abstimmungen und knapp 90 Prozent der befragten Telefonteilnehmer sprachen sich dafür aus, dass in die Kreisstadt ein Freibad gehört.

Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, braucht es mehr als eine Grundsatzeinstellung. Weswegen im Stadtrat erst eine Debatte über die Finanzierung des Millionen-Vorhabens entbrannte. Um sich dann dem erklärten Willen von über 2000 Bornaern gegenüber zu sehen, die in einer Unterschriftensammlung den Wunsch der Bevölkerung manifestierte.

Viele Lesermeinungen zum Thema

Während des Umfragezeitraums wandten sich zudem viele Leser an die LVZ, um ihre Meinungen in die Debatte einzubringen. Zur Frage, welcher Standort der geeignetste für ein Bornaer Freibad wäre, äußerte sich beispielsweise Jutta Wegner: „Ich vertrete auch die Meinung, dass ein Außenbecken am Jahnbad und die Nutzung des Bockwitzer Sees eine machbare Variante wäre. Schließlich geht es auch um die Finanzierbarkeit jetzt und in Zukunft.“ Gegenargumente findet Loritta Gabschuß aus Eula: „Ich persönlich wäre für eine Sanierung des Freibades, denn am Bockwitzer See haben schon etliche Vögel ihr Brutgebiet. Diese würden durch den Badebetrieb nachhaltig gestört. Ebenso droht dann auch dort die Vermüllung wie zum Beispiel am Hainer und Haubitzer See.“

Auch LVZ-Leser Siegfried Schwips meinte, dass „die ideale Lage für mich die Schaffung eines Freibades in abgespeckter Form am alten Standort Wyhraaue“ sei. Weiter: „Mitten im Wohngebiet neben einer Schule und ähnliche bisherige skurile Vorstellungen einiger Abgeordneten kann ich nicht nachvollziehen.“

Und Edith Klopfer aus Borna argumentierte: „Ich favorisiere den Aufbau des alten Bades. Sicher ist der Bau eines Sport- und Freizeitcampus eine ganz tolle Sache und sehr zu begrüßen. Schön, wenn man zu jeder Jahreszeit das Außenbecken benutzen kann. Im Hochsommer scheint mir das Betonbecken doch etwas zu klein, wenn da mehrere hundert Leute ins Wasser wollen. Den Bewegungsdrang der Kinder sehe ich hier auch sehr eingeengt.“

Bürgerbegehren am 22. Mai

Welche Variante auch immer – Natur-, Öko- oder klassisches Freibad in der Wyhraaue oder am Bockwitzer See. Wenn mit dem Bürgerbegehren am 22. Mai ausreichend Bewohner für ein Freibad stimmen, wird die Stadtverwaltung das einstige Wahlversprechen der heutigen Rathauschefin und die Planungsunterlagen zum Freibad zurück in den Stadtrat tragen.

Inwieweit dann die Volksabstimmung und auch die Umfrageergebnisse dieser LVZ-Umfrage Orientierung für neue politische Diskussionen geben, bleibt abzuwarten. Klar ist nur, dass auf dem Weg zu einem erfrischenden Sommer in Borna mindestens zwei Jahre verloren gegangen sind.

Hinweis: Die fehlenden Stimmen bei der Telefonumfrage erklären sich mit Stimmenthaltungen zu den Fragen. Stand der Online-Umfrage: 7. März.

Von Thomas Lieb

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