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Lärmpegel in Elstertrebnitzer Schrottfirma muss fünf Dezibel gesenkt werden

Gerichtsentscheid Lärmpegel in Elstertrebnitzer Schrottfirma muss fünf Dezibel gesenkt werden

Mit einem Vergleich endete vor dem Verwaltungsgericht in Leipzig die Nachbarschaftsklage eines Elstertrebnitzers zu einem Änderungsbescheid aus dem Jahr 2012 für die Schrott Wetzel GmbH. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Unter anderem muss auf dem Firmengelände der Lärmpegel um fünf Dezibel gesenkt werden.

Schwere Technik wie diese Kräne arbeiten auf dem Gelände von Schrott Wetzel in Elstertrebnitz. Die Klage eines Anwohners aufgrund der Lärmbelastung endete nun mit einem Vergleich vor dem Leipziger Verwaltungsgericht.

Quelle: Peter Krischunas

Elstertrebnitz. Mit einem Vergleich endete vor dem Verwaltungsgericht in Leipzig die Nachbarschaftsklage eines Elstertrebnitzer Bürgers (Name ist der Redaktion bekannt) zu einem Änderungsbescheid aus dem Jahr 2012 für die Schrott Wetzel GmbH. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Auf dessen Basis erteilte das Landratsamt eine Reihe von Anordnungen gegenüber der Firma.

Danach dürfen beispielsweise Abfälle nur bis zu einer maximalen Höhe von 7,5 Metern gestapelt werden. Die Lärmschutzwand aus Containern sei durchgehend und lückenlos mit absorbierendem Material zu behängen, um Arbeits- und Poltergeräusche abzuschirmen. Der Greifer (Bagger) müsse bei der Beladung eines leeren Containers zunächst auf dem Boden aufsetzen und dürfe sich erst dann öffnen. Beim Sortieren verschiedener Schrottsorten werde das Material nicht geschmissen, sondern abgelegt, heißt es weiter, und der Transport von Materialien mittels Gabelstapler erfolge auf dem Firmengelände in Schrittgeschwindigkeit. Dabei dürfen die Kisten oder anderes Material nicht lose auf der Gabel liegen, um Klappern und Erschütterungsgeräusche zu verhindern. Zudem gelte auf dem gesamten Betriebsgelände für alle Kraftfahrzeuge, Bagger und Stapler eine maximale Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde. Als wichtigster Punkt wurde dem Kläger zugestanden, dass die Richtlinie TA Lärm für ein allgemeines Wohngebiet zugrunde gelegt wird. Dies bewirke, dass der Lärmpegel um fünf Dezibel gesenkt werden müsse.

Diese Festlegungen seien erforderlich, um die Nachbarschaft vor unzulässiger Lärmeinwirkung durch den Betrieb des Schrottplatzes zu schützen, heißt es in der Begründung. Insbesondere wurde der Vermeidung von verhaltensbedingtem Lärm, den ein Gutachter als relevant einstufte, Rechnung getragen. Dabei seien alle Vorgaben ohne hohe Kosten durchführ- und von der Überwachungsbehörde nachprüfbar. Der Kläger ist mit dem Vergleich zufrieden, sagte der unserer Zeitung. Zugleich hofft er nun, dass die Anordnungen auch kotrolliert werden.

Zusammen mit zwei weiteren Nachbarn hatte der Anwohner 2012 gegen eine Reihe von Veränderungen auf dem Schrottplatz geklagt, die aus seiner Sicht mit erheblichen Lärm- und Staubbelastungen einhergehen würden. Die drei Vorgänge wurden vor Gericht gesplittet und diese Klage wurde separat behandelt.

Von Kathrin Haase

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