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Borna Lärmschutzwand in Böhlen wird verlängert – Mehr Ruhe für die Thälmann-Straße
Region Borna Lärmschutzwand in Böhlen wird verlängert – Mehr Ruhe für die Thälmann-Straße
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15:16 05.04.2016
Die bestehende Lärmschutzwand entlang der Schienen in Böhlen wird um voraussichtlich 686 Meter verlängert. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Rund um die Ernst-Thälmann-Straße in Böhlen dürfte es zukünftig deutlich leiser werden. Die Deutsche Bahn plant die Verlängerung der bestehenden Lärmschutzwand, die derzeit kurz hinter dem Bahnhof endet. Die Planungen dafür wurden den Anwohnern am Montagabend von Sabine Müller von der DB Netz AG und Britta Jörend vom Planungsbüro ISU-Plan im Kulturhaus vorgestellt. Hintergrund ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz, das den Schutz vor Verkehrslärm gewährt.

Ab dem vierten Quartal dieses Jahres sollen die Bauarbeiten an der Wand, die zu den sogenannten aktiven Lärmschutzmaßnahmen gehört, beginnen. Bis zur Fertigstellung im dritten Quartal 2017 seien im nächsten Jahr mehrere Sperrpausen notwendig. Die 686 Meter neue Wand könnten den Lärm der Schiene um etwa 7,6 Dezibel verringern. Die 686 Meter gehören damit zu insgesamt 3700 Kilometern Lärmschutzwand, die in ganz Deutschland neu entstehen. „Ziel ist die Begrenzung des Lärms flächendeckend auf den jeweiligen Grenzwert für alle Wohn- und Schlafräume“, erklärte Müller.

Das Planungsbüro ISU-Plan war in den vergangenen Monaten regelmäßig in Böhlen unterwegs, um die entsprechenden Daten für das Gutachten zu sammeln. Dessen Ergebnis ist, dass es mit dem Bau der Wand nicht getan ist. Vielmehr müssten laut Jörend auch passive Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem der Einbau von Lärmschutzfenstern und schallgedämmte Wandlüfter.

„Zu 75 Prozent werden diese Maßnahmen vom Bund gefördert, der Eigenanteil für die Gebäude-Eigentümer liegt bei 25 Prozent“, erklärte Jörend. Insgesamt seien, was die passiven Vorhaben betrifft, 55 Gebäude in Böhlen betroffen. Auf Anfrage einiger Eigentümer informierte sie, dass diese ein Anrecht auf Fenster der gleichen Art hätten, die bereits verbaut seien. Genauere Informationen würden die Besitzer demnächst per Post erhalten.

Ob die 686 Meter zusätzliche Lärmschutzwand tatsächlich ausreichen, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen. Denn das Bundesverkehrsministerium hat zum 1. Januar 2016 die Grenzwerte für Lärm gesenkt. Das Gutachten, das Böhlen detailliert unter die Lupe nimmt, müsse in Bezug darauf jetzt überarbeitet werden, „denn das Verfahren läuft ja schon seit rund zweieinhalb Jahren und basiert daher noch auf den bisherigen Grenzwerten“, so Müller. Auch der Umfang der passiven Maßnahmen werde sich sicherlich noch ändern, wenn die neuen Werte zugrunde gelegt würden.

Allein die Verlängerung der Wand schlägt für den Bund mit rund 900 000 Euro zu Buche. Bundesweit stelle das Ministerium laut Müller insgesamt rund 150 Millionen Euro für die Lärmsanierung an Schienenwegen zur Verfügung. Was einige Anwohner am Montagabend enttäuschte, war die Tatsache, dass Böhlens Stadtteil Großdeuben bisher in den Planungen gar nicht mit auftaucht. Ob dort eine Lärmschutzwand errichtet werden könne und wann, stehe derzeit nicht fest, so Müller.

Von Julia Tonne

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