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Lagune fehlen Parkplatz und Hafen

Lagune fehlen Parkplatz und Hafen

Für die Lagune Kahnsdorf am Hainer See war der Sommer 2013 die erste richtige Saison mit Strand, geregeltem Bootsverkehr und vermieteten Ferienhäusern. Christian Conrad, Geschäftsführer von Seebetreiber Blauwasser, ist zufrieden, sieht aber auch noch Defizite.

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Haus für Haus: Die Lagune Kahnsdorf hat ihr Gesicht in den vergangenen Jahren grundlegend verändert - und ist längst nicht fertig.

Quelle: Thomas Kube

Kahnsdorf. "Es fängt ruhig an", resümiert Conrad, "so wie wir das in den ersten Jahren auch am Cospudener See erlebt haben", sagt der Seemanager, der am Cospudener und am Kulkwitzer und eben hier am Hainer See die Fäden zieht. Richtig gut angenommen worden sei der rund 75 Meter lange Strand im Norden der Lagune. "Bei schönem Badewetter war der komplett voll", hat Conrad beobachtet. Die Badegäste kamen nicht nur aus Kahnsdorf, sondern auch aus den umliegenden Orten.

Recht schnell haben offenbar auch Segler die Vorzüge des Hainer Sees erkannt und ihre Boote hierher gebracht, auch von anderen Seen im Leipziger Raum. "Wer einmal hier ist", sagt Christian Conrad, der selbst gern segelt, "der merkt schnell, dass der See eine gute Form hat und sich gut zum Segeln eignet." Von den 60 Wasserliegeplätzen für Boote sind daher schon rund 40 vermietet. Etwas mehr Platz ist noch bei Landliegeplätzen. 80 bietet Blauwasser in der Lagune an, von denen erst rund ein Viertel belegt ist.

Auch bei den Ferienhäusern läuft das Geschäft mit der Vermietung an. "Einige Eigentümer geben bei der Vermietung richtig Gas", beobachtet der Seemanager, "andere nutzen ihr Haus lieber selbst." Und es werden auch noch einige Häuser dazukommen, denn im Süden der Lagune werden gerade die letzten 150 Meter der Uferstraße gebaut, die hier die letzten zwölf Grundstücke erschließt. Blauwasser unterstützt die Eigentümer der Ferienhäuser durch Vermittlung auf der eigenen Internetplattform.

Zur Vollendung der Freizeit- und Ferienmeile Lagune Kahnsdorf fehlt jedoch noch einiges. Ganz oben auf der Liste: Ein großer Parkplatz mit rund 140 Plätzen und ein Hafen. Beides, sagt Conrad, wolle die LMBV bauen. Wie berichtet, soll dazu Geld aus dem Paragraf-4-Topf der Braunkohlesanierung fließen, der Seebetreiber muss sich nach den Förderregularien an den Kosten beteiligen. Nach Angaben des Bergbausanierers soll in diesem Jahr für etwa 220 000 Euro der Parkplatz gebaut werden, Antragsteller sei die Blauwasser Seemanagement GmbH. Beim Hafen gibt es offenbar einige Fragezeichen mehr. Der Seebetreiber sollte sich ursprünglich mit zehn Prozent der Kosten beteiligen, das ist durch die neuen Bestimmungen auf 25 Prozent erhöht worden. "Das war nicht im Budget", sagt Conrad.

Bei dem 40 mal 40 Meter großen Hafen überlege Blauwasser jetzt, ihn auf eigene Kosten zu bauen. Das käme die Gesellschaft zwar deutlich teurer, es könne aber Sinn machen, "wenn man Zeit spart und teure Sachen weglässt", überlegt Christian Conrad. Zumal mit dem Bau des Hafens einige positive Effekte verbunden sein würden. Beispielsweise, erläutert Conrad, konnte die Firma Wiggela, die am Hainer See unter anderem mit Quadtouren und Fahrradverleih vertreten ist, sich noch kein festes Domizil bauen, da deren Gelände direkt an das für den Hafen grenzt und der erst gebaut sein muss. Auch dem im vorigen Jahr eröffneten Seeappartement-Haus täte es nach Conrads Ansicht gut, wenn sich in der Nachbarschaft etwas entwickelt.

Womit der Blauwasser-Geschäftsführer ein weiteres Defizit der Lagune anspricht: Es fehlt an einer ufernahen Gastronomie. "Ich höre von Seebesuchern", sagt er, "dass sie sich nach einem Tag auf dem Wasser gern irgendwo hinsetzen würden. Es fehlt eine Seeterrassengaststätte." Der Hafen, fügt er hinzu, wäre der geeignete Standort dafür.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.03.2014
André Neumann

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