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Borna Lagunenfest in Kahnsdorf: Vom kleinen Fest zur großen Sause
Region Borna Lagunenfest in Kahnsdorf: Vom kleinen Fest zur großen Sause
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07:54 10.09.2018
Rund 100 Linedancer nutzten das Lagunenfest in Kahnsdorf für Workshops und das Lernen neuer Choreografien. Quelle: Julia Tonne
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Neukieritzsch

Das Kahnsdorfer Lagunenfest und Linedance gehören für die Szene rund um Leipzig genauso zusammen, wie Deckel und Topf. Kein Fest am See ohne Choreografien, die zu Countrymusik, aber auch zu Charthits getanzt werden. Fast 100 Linedancer waren am Sonnabend nach Kahnsdorf gekommen, zudem etliche Zuschauer, die sich das Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Allerdings war es nicht nur bei den Tanzworkshops voll in den Zuschauerreihen, sondern auch während des Bauchtanzes von Cleopatra und des abendlichen Feuerwerks über der Lagune.

Bauchtanz am See bot Cleopatra am Sonnabend. Quelle: Julia Tonne

Kahnsdorf in Linedancer-Hand

„Wenn Lagunenfest ist, sind wir die ersten, die herkommen“, sagt Andrea Frenzel. Denn in Kahnsdorf sei mehrmals im Jahr etwas los – was man von Neukieritzsch selbst nicht behaupten könne. Besonders fasziniert sei sie von den Linedancern, die den ganzen Samstag über auf der Bühne standen und Schrittfolgen trainierten. Für die Tänzer selbst ist das Lagunenfest jedes Jahr rot im Kalender markiert. Wer sich dieser Tanzform verschrieben hat, lässt es sich nicht entgehen, im Hafenbereich vor blauem See und bei Sonnenschein aufzutreten. „Kahnsdorf ist eines von vielen Treffen der Szene, aber sicherlich eines der schönsten“, sagt Julia Wirtz, die aus Anhalt-Bitterfeld angereist ist.

Immer mehr Interesse am Tanz

Steffi Gittel aus Leipzig zeichnet jedes Jahr für das Treffen an der Lagune verantwortlich – und wundert sich trotz ihrer jahrelangen Erfahrungen, dass sich bei jedem Fest immer noch mehr Tänzer finden. Alleine am Sonnabend kamen mehrere Besucher auf sie zu und fragten nach freien Plätzen in den Gruppen der Region. „Dem Spaß und der Atmosphäre kann man sich wohl nicht entziehen“, vermutete sie.

Vorbereitungen für die Bootsparade

Auch am Sonntag war auf dem Festgelände jede Menge los, das Blasorchester des Musikvereins Neukieritzsch-Regis spielte anlässlich des Frühschoppens Titel wie „Einmal um die ganze Welt“ – von Musicals über Whitney Houston bis hin zu Udo Jürgens und Herb Alpert. Währenddessen bastelten Marcel und Brigitta mit ihren Kindern Victoria und Oliver an ihrem Boot „Na und“ herum. Denn wie jedes Jahr trat die Familie bei der Bootsparade an – diesmal im Biene Maja-Look. Aus Bauschaum wurden die Fühler gebastelt, aus selbst zusammengesteckten Stangen und Tüchern die Flügel. „Wir haben die letzten Wochen immer abends etwas gebaut“, sagte Vater Marcel.

Marcel, Oliver und Victoria machen aus ihrem Boot „Na und“ für die Parade eine Biene Maja. Quelle: Julia Tonne

Hunderte Besucher bevölkerten an beiden Tagen das Hafengelände, sehr zur Freude von Veranstalter Blauwasser. „Was einst als Feier zur Eröffnung der Straße angefangen hat, ist mittlerweile weit über Kahnsdorf hinaus bekannt“, macht Gabriele Schink deutlich. Seit einigen Jahren kämen die Gäste gar aus Leipzig und Chemnitz. „Es hat sich wohl rumgesprochen, dass hier immer was los ist.“ So richtig rappelvoll war es am Sonnabend-Abend, als das Musikfeuerwerk von Pontons aus auf dem See gezündet wurde. Passend zum Motto „1001 Nacht“ erklangen dazu orientalische Melodien. „Hier lassen sich jedes Mal wunderbare Stunden verleben“, bringt es Renate Kriebe auf den Punkt.

Von Julia Tonne

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