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Borna Landesgartenschau: Gros der Landtagsabgeordneten ist für Borna
Region Borna Landesgartenschau: Gros der Landtagsabgeordneten ist für Borna
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16:23 28.04.2010
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Borna

Dass jemand wie Georg-Ludwig von Breitenbuch Borna in Sachen Landesgartenschau unterstützt, liegt auf der Hand. Der CDU-Kreisvorsitzende ist im Wahlkreis rund um die Stadt direkt gewählt, weshalb er von einer „Riesenchance“ spricht. Und weiter: „Das wäre ein gutes Signal“, auch und vor allem für eine landesweite Veränderung des gängigen Borna-Bildes als Kohlenstadt. Für Borna, so von Breitenbuch weiter, spräche auch die Nähe zu Thüringen und Sachsen-Anhalt, „die Landesgartenschau könnte also über die Ländergrenzen hinaus ausstrahlen“. Markkleeberg hingegen, unterm Strich nichts anderes als ein Vorort von Leipzig, befinde sich im so genannten ländlichen Verdichtungsraum, wofür eine Veranstaltung wie die Gartenaschau gar nicht gedacht sei. Sein Linken-Landtagskollege Enrico Stange kann sich natürlich ebenfalls nicht der lokalpatriotischen Pflichtübung verweigern, eine Bornaer Bewerbung zu unterstützen. Dazu werde eine „gemeinsame Kraftanstrengung von Oberbürgermeisterin, gesamtem Stadtrat und der Bürger“ gebraucht. Entscheidend sei ein integriertes Stadtmarketingkonzept, weshalb die „Aufgabe der Blockadepolitik“ im Stadtrat zwingend sei. Dabei hat Stange den CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Roland Wübbeke im Blick, der Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) für ein mögliches Scheitern einer Bornaer Bewerbung verantwortlich gemacht hat. Was von Landtagsvertretern aus dem Bornaer Wahlkreis erwartet werden darf, ist bei den restlichen Abgeordneten aus dem Leipziger Land im Dresdner Landtag nicht unbedingt selbstverständlich. Doch auch unter denen hat Borna Unterstützer. Zum Beispiel bei der früheren Bornaer Landrätin Petra Köpping. Die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende sitzt seit Herbst im Landtag und ist davon überzeugt, „Borna hätte die Landesgartenschau nötig“. Das sagt die einstige Bürgermeisterin von Großpösna mit Wohnsitz in Markkleeberg allerdings nicht, weil sie in Borna bei Urnengängen bisweilen überirdische 86 Prozent der Stimmen geholt hat. „Ich mache das nicht von Stimmen abhängig.“ Zwar habe Markkleeberg „einen wunderbaren Agra-Park“. Aber: „Borna hat es schwerer als Markkleeberg.“ In ihrer Gunst stehe Borna deshalb oben. Auch die Linken-Landtagsabgeordnete Heike Werner ist prinzipiell in einer Zwickmühle. Schließlich wohnt auch sie in Markkleeberg. „Es ist ein Interessenkonflikt“, gibt die Linken-Kreistagsfraktionschefin zu Protokoll. Weil sie sich aber nicht als Lokalpolitikerin im engen Sinne versteht, lässt sich ihr doch ein Bekenntnis zu Borna entlocken. „Es wäre ein wichtiges Zeichen für die Menschen im Landkreis.“ Für Borna sei die grüne Großveranstaltung wichtiger. Hin- und hergerissen ist auch Anja Jonas. Ebenfalls Markkleebergerin, hat sie ihren Wahlkreis in Borna. „Das ist schon ambivalent.“ Auf der einen Seite brauche Borna die Schau für die Außenwirkung, andererseits seien die infrastrukturellen Voraussetzungen in Markkleeberg besser. Bevor sie es zum Schwure kommen lässt, „will ich erst die Bewerbungsunterlagen sehen“, sagt Jona. Auch die Kassenlage sei wichtig dafür. Nur einer bekennt sich klar zu Markkleeberg: der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Fritzsche. Der Mann mit Wohnsitz Markkleeberg ist ebendort auch Stadtrat, weshalb er sich auf die Seite „seiner“ Stadt stellt.

Nikos Natsidis

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