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Landgang für Schwennigkenbrückein Groitzsch - Sanierung läuft

Landgang für Schwennigkenbrückein Groitzsch - Sanierung läuft

Ungewöhnlicher Anblick in Groitzsch: Die Schwennigkenbrücke wölbt sich derzeit nicht über das Wasser, sondern liegt am Ufer. Grund dafür sind umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen.

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Die Schwennigkenbrücke in Groitzsch liegt derzeit für die umfangreichen Instandhaltungsarbeiten am Ufer.

Quelle: Julia Tonne

Groitzsch. Vor einigen Wochen schon wurde sie von ihrem tragenden Stützpfeilern gehoben, um sie an Land zu sanieren. "Es gab Risse in den Mauerwerksfugen und Bewegungen in den Widerlagern, die zur Instabilität führen", begründet Groitzschs Bauamtsleiter Dirk Schmidt die Bauarbeiten. Die Widerlager würden das Ende des Brückenüberbaus tragen und die senkrechten und möglichen horizontalen Kräfte aus dem Brückenüberbau in den Baugrund ableiten. Die Bewegung in den Widerlagern und die Fugenrisse seien Folge des Hochwassers vor zwei Jahren gewesen.

Zudem musste die Brücke selbst abgestrahlt und damit entrostet werden. "Es waren etliche Farbschichten drauf, so dass gar nichts mehr von dem Metall zu sehen war", erklärt Schmidt. Hierbei zeigte sich jedoch, dass das Metall noch in einem sehr guten Zustand ist. Jetzt würden laut Bauamtschef noch die Grundierung und ein neuer Farbanstrich aufgetragen.

In zwei Wochen dann kann die Fußgänger- und Radfahrerbrücke wieder auf ihre Pfeiler gehoben werden. Bis dahin haben die Bauarbeiten rund 55 000 Euro gekostet. Geld, das allerdings nicht aus der Stadtkasse bezahlt wird, sondern als Fördermittel zur Beseitigung der Hochwasserschäden vom Freistaat Sachsen kommt.

Um die Schwennigkebrücke dann auch wieder nutzen zu können, beginnen in wenigen Tagen die Arbeiten am Fuß- und Radweg zwischen Groitzsch und Pegau. Auf Groitzscher Flur liegen gerade einmal 112 Meter des Weges, doch die Sanierung allein dafür kostet zirka 25 000 Euro.

"Da der Weg beim Hochwasser jedes Mal weggespült wird, wird er nun gepflastert", sagt Schmidt. Außerdem erhält er auch gleich drei Lampen auf dem Teilstück, für die restliche Beleuchtung ist dann die Stadt Pegau zuständig, die zeitgleich mit den Arbeiten an ihrem Teilstück beginnt. Wenn Ende September die Strecke fertig ist, können Fußgänger und Radfahrer sowohl diese als auch die Schwennigkebrücke für ihre Ausflüge nutzen.

Doch auch andere Bauvorhaben laufen derzeit in Groitzsch oder stehen bevor. Eine Maßnahme, die dieser Tage begonnen hat, allerdings von der Stadt selbst finanziert werden muss, ist der Kanalbau in Gatzen. Die Verlegung der Trink- und Abwasserkanäle unter der Kreis- und der Staatsstraße ist schon abgeschlossen, "jetzt konzentrieren sich die Arbeiten auf den Dorfbereich", so Schmidt. Zukünftig könne das Abwasser der Bewohner zentral gesammelt und anschließend nach Löbnitz-Bennewitz geleitet werden, wo die Klärung erfolge. 400 000 Euro kostet dieses Vorhaben, das bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Einen Teil davon müssen jedoch die Gatzener selbst übernehmen, "vorab wurde das alles schon mit ihnen besprochen."

Zeitgleich mit dem Kanalbau erweitert die Tyczka Minol GmbH ihr Flüssiggasnetz in dem Ort. "Wenn wir ohnehin den Boden aufmachen, verlegt Tyczka gleich weitere Leitungen, um die Bewohner mit Gas zu versorgen", betont der Bauaumtsleiter. Viele der Gatzener würden beispielsweise von ihrer Ölheizung umsteigen auf Flüssiggas.

Die nächsten Vorhaben in Groitzsch stehen auch schon in den Startlöchern. Noch im August beginnen die Bauarbeiten am Kalten Weg, ab September wird die Ortsanbindung Saasdorf saniert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2015
Julia Tonne

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