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Borna Landkreis Leipzig erhält Förderung für Fachkräfteallianz
Region Borna Landkreis Leipzig erhält Förderung für Fachkräfteallianz
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11:00 15.01.2019
Ein Projekt bei TDE in Espenhain wurde im Rahmen der Fachkräfteallianz bereits gefördert. Quelle: Jens Paul Taubert
Landkreis Leipzig

Die Fachkräftesituation in der Region unterscheidet sich klar von der im Vogtland. Wie die jeweilige Herausforderung angepackt werden soll, weiß man am besten vor Ort. Deshalb vergibt das sächsische Arbeitsministerium seit 2016 jährliche Regionalbudgets. In diesem Jahr erhält der Landkreis Leipzig aus diesem Topf 300.000 Euro, heißt es aus dem sächsischen Finanzministerium.

Landkreise und kreisfreie Städte können damit gezielt Maßnahmen zur regionalen Fachkräftesicherung umsetzen. In den vergangenen Jahren konnten so insgesamt 270 Projekte durch dreizehn regional verankerte Fachkräfteallianzen verwirklicht werden. Allein im Jahr 2018 wurden sachsenweit 93 Projekte mit einem Bewilligungsvolumen von 4,9 Millionen Euro gefördert. Aktuell wird die Projektlandkarte auf dem Portal „Heimat für Fachkräfte“ aktualisiert.

4,6 Millionen für Initiativen in Sachsen

Auch in den nächsten zwei Jahren wird das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr die gewachsenen Initiativen mit 4,6 Millionen Euro pro Jahr finanziell unterstützen. Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) erklärte dazu: „Die Regionen haben einen großen Handlungsspielraum, um passende Projekte zu planen und umzusetzen.

Dafür haben wir die Förderbereiche der Fachkräfterichtlinie breit gefasst. Die Anzahl der Projekte über alle Regionen Sachsens hinweg zeigt, dass wir mit dieser Strategie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Das A und O bei der Fachkräftesicherung sind attraktive Arbeitsbedingungen.“

Beim Blick ins Regionale Handlungskonzept Fachkräfteallianz des Landkreises Leipzig werden die Herausforderungen deutlich, die vor den Akteuren liegen. Die Zahlen dort sind eindeutig. Wohnten im Jahr 2000 auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Leipzig noch 290.000 Menschen, soll die Zahl im ungünstigsten Fall auf nur noch 244.000 Menschen im Jahr 2030 sinken.

2030 ist ein Drittel der Landkreisbewohner im Rentenalter

Dabei besteht das eigentliche Problem in der Beziehung der Altersgruppen untereinander. Ende 2014 waren zwölf Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre und nahezu ein Viertel 65 und älter. Unter den Erwerbsfähigen bilden die 45- bis unter 55-Jährigen mit 17 Prozent den größten Anteil, eine Gruppe, die innerhalb der nächsten reichlich anderthalb Jahrzehnte das Rentenalter erreicht. Im Jahr 2030, so heißt es im Handlungskonzept weiter, ist dann etwa ein Drittel der Landkreisbewohner im Rentenalter, während der Anteil von jungen Leuten unter 15 Jahren so hoch, oder eher so niedrig, bleibt wie heute.

Hier wollen die Beteiligten der Fachkräfteallianz ansetzen. Zu ihnen zählen die Arbeitsagentur, das Kommunale Jobcenter ebenso wie die Industrie- und Handelskammer Leipzig oder die Kreishandwerkerschaft,

Ansprechpartner im Landkreis Leipzig sind Gesine Sommer als geschäftsführendes Mitglied der Fachkräfteallianz Kreis Leipzig, Telefon 03433/241 10 50, Mail: Gesine.Sommer@lk-l.de und Gero Breitenbach Telefon 03433/241 41 50, Mail: Gero.Breitenbach@lk-l.de.

Von Simone Prenzel

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