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Borna Landkreis Leipzig erhöht Mindestabgabemenge Sperrmüll auf 50 Kilo
Region Borna Landkreis Leipzig erhöht Mindestabgabemenge Sperrmüll auf 50 Kilo
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14:00 06.01.2016
Sperrmüll: Ab 2016 kann jeder Einwohner im Landkreis 150 Kilogramm abgeben. Quelle: Nico Fliegner
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Wer Sperrmüll auf einem der zehn Wertstoffhöfe des Landkreises Leipzig abliefert, sollte ab sofort seinen Kofferraum oder Handwagen vollpacken: Mindestens 50 Kilogramm sollen ab sofort auf die Waage – beziehungsweise werden für den, der den Sperrmüll anliefert, notiert. Die 100 Kilogramm, die jeder Einwohner bisher im Jahr kostenlos abgeben konnte, wären da mit zwei Besuchen schon erreicht. Das Limit wird deshalb jetzt auf zumindest 150 Kilogramm pro Kopf und Jahr heraufgesetzt – „damit es einen gewissen Ausgleich gibt“, sagt Jens Adam, Geschäftsführer der Kommunalentsorgung Landkreis Leipzig GmbH (Kell). Die Änderung, die der Kreistag mit einer überarbeiteten Satzung bereits im Herbst beschloss, hat einen schlichten Grund: die Präzision der auf den Höfen eingesetzten Waagen. „Deren Mindestlast liegt bei 50 Kilogramm, darauf hat uns das Eichamt ausdrücklich hingewiesen“, so Adam. Um gesetzeskonform zu handeln, habe man sich zu dieser Änderung entschlossen.

Die Alternative wäre gewesen, überall eine zweite Waage aufzustellen für kleinere Sperrmüll-Mengen. Doch das hätte das ganze Prozedere verkompliziert und die Abläufe für die Kunden verlängert, sagt der Geschäftsführer. Deshalb habe man sich für die Neuregelung und das erweiterte Gratis-Limit entschieden. Wer über die 150 Kilogramm hinaus liefere, zahle pro Kilogramm 16 Cent.

Seit 2012, mit der Vereinheitlichung der Abfallerfassung im fusionierten Landkreis, betreibt die Kell zehn Wertstoffhöfe nach einem einheitlichen System. Das habe sich als leistungsfähig und in der Fläche als ausreichend erwiesen. „Die Höfe werden intensiv genutzt. Gerade zwischen Weihnachten und Neujahr war noch einmal ordentlich Betrieb“, sagt Adam. Die Annahmestellen seien gut ausgerüstet. Allerdings gehe der vom Gesetzgeber vorgezeichnete Weg hin zu einer immer differenzierteren Erfassung. Schon jetzt würden Alt-Kunststoffe und Holz vom übrigen Sperrmüll getrennt, würden Elektrogeräte getrennt erfasst: Kühlschränke, Waschmaschinen, Kleingeräte, Bildschirme.

Ab 1. Februar können private Haushalte auch Nachtspeicheröfen und ausgediente Photovoltaik-Module kostenlos abgeben – allerdings nur am Standort in Cröbern, was, sagt der Geschäftsführer, bei dem zu erwartenden eher geringen Aufkommen handhabbar bleiben sollte. Bei den meisten anderen Wertstoffhöfen wären einer baulichen Erweiterung, um noch genauer separieren zu können, Grenzen gesetzt.

Von Ekkehard Schulreich

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