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Borna Landkreis Leipzig muss rund 250 Kilometer Straßen dringend sanieren – 68 Millionen
Region Borna Landkreis Leipzig muss rund 250 Kilometer Straßen dringend sanieren – 68 Millionen
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17:03 27.04.2017
Landkreis Leipzig

In welchem Zustand befinden sich die rund 550 Kilometer Kreisstraßen? Antwort darauf gibt eine Kreisstraßenkonzeption, die kürzlich vorgelegt und vom Kreistag beschlossen wurde. Bei der Erfassung wurde nichts dem Zufall überlassen. Um den Zustand der Pisten zu analysieren, fand bereits 2015 eine Befahrung statt. Ein Spezialfahrzeug, bestückt mit mehreren Kameras, nahm dabei den Asphalt ins Visier.

Unter die Lupe wurden unter anderem Griffigkeit, die Ebenheit in Längst- und Querrichtung, aber auch Risse und Flickstellen genommen. Mit dem Prädikat „sehr gut“ gingen 22 Prozent der Straßen aus der Einschätzung hervor, was einer Länge von 119 Kilometern entspricht. Weitere 26 Prozent (145 Kilometer) können als gut und noch vier Prozent (21 Kilometer) als befriedigend gelten. „Fast die Hälfte der Verbindungen befindet sich allerdings in einem kritischen bis schlechten Zustand“, wie Dirk Rasch, Amtsleiter für Straßen- und Hochbau sowie Liegenschaftsverwaltung des Landkreises, deutlich macht. 120 Kilometer wurden in die schlechteste Kategorie eingestuft, als kritisch wird der Zustand auf 147 Kilometern eingeschätzt.

Ein Resultat, das sich auch im Instandsetzungsbedarf niederschlägt. „Dieser beträgt für das gesamte Kreisstraßennetz rund 68 Millionen Euro“, verdeutlicht Rasch. „Auf Grundlage der Untersuchung sollen in den nächsten Jahren im Rahmen von Instandsetzungspaketen Straßen saniert werden.“ Voraussetzung dafür sei allerdings, dass entsprechende Gelder – sowohl Förder- als auch Eigenmittel – zur Verfügung stehen. „Das Kreisstraßenkonzept beinhaltet insgesamt 14 dieser umfangreichen Maßnahmepakete und insgesamt über 300 Einzel-Abschnitte. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse wurde zudem berechnet, ob kleinere beziehungsweise preiswertere Maßnahmen, wie der Einbau einer Deckschicht, mehr bringen als zum Beispiel eine grundhafte Erneuerung.

Die Vorhabensliste müsse jährlich fortgeschrieben und aktualisiert werden, erklärte der Amtsleiter weiter. Die Konzeption ist deshalb auch kein starres Konzept. Wenn sich der Zustand einer Piste verschlechtert, sei die Dringlichkeit unter Umständen neu zu bewerten.

„Letztlich“, so Dirk Rasch abschließend, „dient das Konzept vor allem als Grundlage zur Einstellung von Maßnahmen in den Haushalt des Landkreises.“ Aktuell läuft der Ausbau der Ortsdurchfahrten in Güldengossa (Gemeinde Großpösna) und Göhrenz (Markranstädt). Einen weiteren Schwerpunkt bildet 2017 der Raum Frohburg mit Baumaßnahmen in Elbisbach und Tautenhain. Unterm Strich sind in diesem Jahr Investitionen von rund zehn Millionen Euro an Kreisstraßen geplant.

Radwege und Brückenbauwerke sind bei der Konzeption übrigens außen vor. Bei neuen Planungen würde der Bedarf der Radwege aber entsprechend berücksichtigt. Brücken und Durchlässe, die größer als zwei Meter sind, würden zudem festgeschriebenen Prüfzyklen unterliegen. Auf Grundlage dieser Prüfberichte würden entsprechen Maßnahmen in die jährliche Etatplanung aufgenommen.

Von Simone Prenzel

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