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Borna Landkreis: Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sinkt
Region Borna Landkreis: Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sinkt
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16:00 02.08.2016
Jugendliche schwitzen über Prüfungsaufgaben, immer mehr von ihnen mit Erfolg. Im Landkreis sinkt die Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss. Quelle: Jens Wolf
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Landkreis Leipzig

Die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss im Landkreis Leipzig ist gesunken. Das geht aus einer Erhebung der Caritas hervor. Damit entspricht die Entwicklung im Landkreis der im Freistaat Sachsen, wo die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss ebenfalls zurückging. Bei der Erhebung waren die Daten der Jahre 2013 und 2014 verglichen worden, heißt es in einer Mitteilung des Caritasverbandes für das Bistum Dresden-Meißen.

Konkret verließen vor zwei Jahren 6,47 Prozent der Schulabgänger im Kreis die Schule ohne Abschluss. Im Jahr zuvor waren es 7,34 Prozent. Damit liegt der Landkreis Leipzig deutlich unter dem sächsischen Landesdurchschnitt, wo die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss von 8,77 Prozent im Jahr 2013 auf 7,8 Prozent 2014 sank. Von den Förderschülern im Landkreis Leipzig schafften vor zwei Jahren 3,49 Prozent keinen Abschluss, etwas weniger als 2013 (3,62 Prozent). Auch hier sind die Zahlen zwischen Elstertrebnitz und Grimma unter dem Landesschnitt. Im Freistaat blieben im vorvergangenen Jahr 5,4 Prozent der Schüler ohne Abschluss (2013: 5,48 Prozent).

Inwieweit der Abwärtstrend bei den abschlusslosen Schulabgängern mit der positiven Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt zusammenhängt, lässt die Caritas offen. Immerhin sank die Arbeitslosenquote im Landkreis Leipzig von 8,8 Prozent 2013 auf 7,9 Prozent zwölf Monate später.

Nur gering nimmt sich der Anstieg der Zahlen bei ausländischen Schülern im Landkreis Leipzig aus. Waren es im Jahr 2013 exakt 1,13 Prozent, so lag diese Zahl im Jahr darauf bei 1,32 Prozent.

Dass weniger Schüler im Landkreis Leipzig und in Sachsen die Schule ohne Abschluss verlassen haben, sorgt im bundesweiten Ranking dennoch nur für eine Mittelfeldplatz. Zwar liegt die Quote in Sachsen-Anhalt mit 9,2 Prozent und in Berlin mit 8,7 Prozent höher als im weiß-grünen Freistaat. In Bayern hingegen verließen nur 4,4 Prozent aller Schulabgänger die Bildungseinrichtung ohne Hauptschulabschluss. In Baden-Württemberg waren es 5,1 Prozent und in Nordrhein-Westfalen sechs Prozent.

Caritas-Direktor Matthias Mitzscherlich lobt die Entwicklung in Sachsen. Der Rückgang sei „ein sehr erfreuliches Ergebnis“. Und weiter: „Es zeigt die Bemühungen des Freistaates, Jugendlichen eine Perspektive zu geben, die sie ohne Schulabschluss kaum hätten.“ Dennoch sei eine Quote von 7,8 Prozent in Sachsen nach wie vor zu hoch.

Bundesweit gibt es den Angaben der Caritas zufolge eine erhebliche Variationsbreite hinsichtlich der Quoten abschlussloser Schulabgänger. Die Werte erstrecken sich demnach zwischen 1,2 und 14 Prozent. Diese Streuung mache deutlich, „dass hier dringender Handlungsbedarf besteht“. Eine frühere Caritas-Studie habe aber bereits gezeigt, dass die Verschuldung der Landkreise keinen statistisch nachweisbaren Effekt auf die Zahl der Abgänger ohne Hauptschulabschluss habe. Deshalb könne „sich vor Ort niemand entschuldigen, man habe nur deshalb so wenig Bildungserfolg, weil kein Geld vorhanden sei“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher.

Vielmehr komme es auf das koordinierte Zusammenspiel verschiedener Angebote und Anbieter vor Ort an. Dazu gehörten Schulsozialarbeit an allen Schulen ebenso wie die sogenannten frühen Hilfen für Kinder und deren Familien, aber auch die individuelle Lernförderung, die Elternarbeit und die Programme für schulmüde Jugendliche.

Von Nikos Natsidis

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