Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Landkreis muss aufforsten
Region Borna Landkreis muss aufforsten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:51 06.01.2013
Borna

Aktuell bilden die Kreise Meißen und Mittelsachsen (13,2 Prozent) sowie der Kreis Leipzig (13,5 Prozent) die Schlusslichter in Sachsen hinsichtlich des Waldanteils an der Gesamtfläche. Die geforderte Steigerung auf 19 Prozent hält die Kreisverwaltung jedoch für schwierig bis unrealistisch.

„Ich glaub’, ich steh’ im Wald" – so hieß der deutsche Titel einer amerikanischen Filmkomödie aus dem Jahr 1982. Daraus entwickelte sich ein geflügeltes Wort. Glaubt man der Homepage des Freistaates, so ist im Landkreis Aue-Schwarzenberg die Wahrscheinlichkeit am höchsten, mit der Aussage richtig zu liegen. Denn, so heißt es unter sachsen.de, dieses sei der waldreichste Kreis Sachsens, und der Anteil der bewaldeten Fläche betrage 61 Prozent der Gesamtfläche. Am schlechtesten innerhalb des Freistaates seien die Chancen, wirklich im Wald zu stehen, demnach im Kreis Döbeln, lediglich sechs Prozent der Fläche würden dort von Wald bedeckt. Diese Zahlen und Kreisnamen stehen dort wirklich: Unter dem Titel „Aktuelle Waldfläche und Waldverteilung" finden sich auf der Freistaat-Homepage Daten mit dem Stand 1. November 2006. Unabhängig von diesen veralteten Aussagen muss sich der Ausschuss für Wirtschaft, Kreisentwicklung und Umweltschutz am Mittwoch von 17 Uhr an in seiner öffentlichen Sitzung (Landratsamt Borna, großer Konferenzraum im Haus 2) mit den geplanten Neuerungen befassen. „Die Erhöhung des Waldanteils ist dringend geboten", erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU) im Vorfeld der Beratung. Wald bedeute nicht nur eine Aufwertung der Landschaft, er trage auch wesentlich zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Luftreinigung bei. „Wald ist für Umwelt und Freizeit gleichermaßen relevant." Das Problem liege aber darin, geeignete Flächen zu finden. Dabei gebe es eine Reihe von Hindernissen, landwirtschaftliche Nutzung beispielsweise oder Eigentumsverhältnisse. „Und gelegentlich stoßen wir auch an gesetzliche Grenzen", so Gey. Auf durchaus vorhandenen Flächen stünden gelegentlich Artenschutz oder die Ausweisung eines Biotops der Aufforstung im Wege. Deren Bedeutung wolle er nicht in Frage stellen, erklärte der Landrat, aber in Anbetracht des geringen Waldanteils im Landkreis müsse man sich auch fragen, ob es nicht in dem ein oder anderen Fall ein Primat für die Waldmehrung geben müsse. Gey: „Wir haben eine Landschaftsbaustelle, und wir müssen eine vernünftige Relation schaffen unter anderem zwischen Wald, Landwirtschaft und Seen." Er könne sich vorstellen, einen Waldanteil von 17,5 Prozent als erreichbares Ziel zu definieren. Der Ausschuss wird sich mit der Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan beschäftigen, die als Position des Landkreises ans Innenministerium geht. Neben der Aufforstung stehen Straßenbauprojekte überwiegend im südlichen Landkreis sowie Energiefragen zur Diskussion.

Heinrich Lillie

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Volksplatzverein konnte sich im letzten Jahr über guten Zuspruch bei einer Reihe von Veranstaltungen freuen. Vor allem das Erntedankfest und das Borna-Open-Air wurden zu Besuchermagneten, wie Volksplatzvereinschef Falk Opelt sagt.

05.01.2013

Start für die erste Etappe: Am Montag beginnt die Sanierung des Schlossparks Rötha. Die Firma Garten- und Landschaftsbau Harzendorf aus Frohburg wird insgesamt 32 Bäume fällen und darüber hinaus dringend notwendige Pflegearbeiten vornehmen.

04.01.2013

181 Mitarbeiter zählt das Polizeirevier Borna seit Jahresbeginn, 45 mehr als bisher. Die Strukturreform der sächsischen Polizei, die Personal und Kosten sparen soll, wirkt sich in Borna positiv aus, doch Einschnitte sind bereits absehbar.

04.01.2013