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Borna Landkreisverwaltung reduziert Außenposten – Konzentration in Borna und Grimma
Region Borna Landkreisverwaltung reduziert Außenposten – Konzentration in Borna und Grimma
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21:42 07.03.2018
Im Landkreis Leipzig wird die Zahl der Außenstellen der Kreisverwaltung reduziert – die Verwaltung in Grimma und Borna (im Bild) konzentriert. Quelle: Thomas Kube
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Borna

Im Landkreis Leipzig wird die Zahl der Außenstellen der Kreisverwaltung reduziert. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des neuen Unterbringungskonzepts, das der Kreistag vorgestern Abend auf seiner Sitzung im Bornaer Stadtkulturhaus beschlossen hat. Für einen Antrag von Enrico Stange (Linke), den Beschluss zu verschieben, gab es keine Mehrheit. Das neue Konzept sieht vor, die Ämter der Verwaltung an den Standorten Borna und Grimma zu konzentrieren sowie in Wurzen und Markkleeberg Außenstellen des Kommunalen Jobcenters (KJC) einzurichten. Die bisherigen KJC-Außenstellen in Geithain, Groitzsch und Markranstädt fallen weg.

Landrat Henry Graichen (CDU) erklärte, Auslöser für die Erstellung des neuen Konzepts sei die „angespannte Unterbringungssituation der Ämter im Herbst“ gewesen. Seinerzeit waren die Bedingungen wegen des starken Anstiegs der Asylbewerberzahlen besonders im Ausländeramt schwierig. Hinzu komme, so der Landrat weiter, dass die Zustände, etwa in Haus 6 im Bornaer Landratsamt in der Stauffenbergstraße, speziell an heißen Tagen schlecht seien.

Stange sagte, die Beschlussvorlage habe „erhebliche Schwächen“. Sie sei „nicht entscheidungsfähig“. So fehlten Informationen, inwieweit die Erreichbarkeit der Kreisverwaltung mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewährleistet und die Barrierefreiheit ermöglicht werden, so der stellvertretende Vorsitzende der Linken-Fraktion im Dresdner Landtag. Der Groitzscher Bürgermeister und CDU-Fraktionschef Maik Kunze konterte: „Sie wollen die eierlegende Wollmilchsau.“ Gerade die Entscheidung, Teile der Kreisverwaltung ins bisherige Bornaer Finanzamts-Gebäude in der Brauhausstraße zu verlegen, sei gut.

Das sah auch Karsten Schütze so. „Das ist ein guter Standort, mit dem das Bornaer Stadtzentrum gestärkt wird“, so der Vorsitzende der Fraktion von SPD und Grünen, der im Hauptberuf Oberbürgermeister von Markkleeberg ist. Es gehe jetzt darum, „eine Struktur zu schaffen, die langfristig Bestand hat“. Mit dem neuen Konzept komme es zu Einsparungen bei Mietobjekten, die die SPD bereits 2008 gefordert habe. Schütze forderte, in den Außenstellen Sprechstunden einzuführen, die zu festen Zeiten durchgeführt werden.

Derzeit sitzen von den insgesamt 1377 Mitarbeitern der Kreisverwaltung nahezu gleich viele in Borna (602) und Grimma (601). Während sie sich in der Kreisstadt in der Perspektive auf vier Standorte (Stauffenbergstraße, Deutzener Straße, Leipziger Straße und Brauhausstraße) verteilen, sind die Landratsamtsmitarbeiter in der Muldenstadt an acht verschiedenen Orten untergebracht: in jeweils zwei verschiedenen Gebäuden in der Karl-Marx-Straße, der Leipziger Straße sowie der Bahnhofstraße und zudem in der Heinrich-Zille-Straße und der Südstraße.

Während die Zusammenfassung des Jugendamtes, des Gesundheitsamtes und des Sozialamtes an einem Standort möglich sei, so Graichen, sieht es beim Ausländeramt anders aus. Hier sei die Unterbringung der Mitarbeiter mittelfristig „an zwei Standorten zwingend geboten“, heißt es in der Unterbringungskonzeption. Obwohl es mittlerweile eine gewisse Arbeitsroutine gebe, werde die Zahl der Mitarbeiter steigen.

Von Nikos Natsidis

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