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Borna Landratsamtsmitarbeiter müssen in Borna nicht mehr schwitzen
Region Borna Landratsamtsmitarbeiter müssen in Borna nicht mehr schwitzen
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00:20 07.08.2017
Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) übergibt dem ersten Beigeordnete, Gerald Lehne (2.v.r./CDU) den Förderbescheid. Links der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Fritzsche, rechts Thomas Heiser vom zuständigen Ingenieurbüro. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Geldsegen am Freitag im Bornaer Landratsamt: Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) übergab dem Ersten Beigeordneten des Landkreises, Gerald Lehne (CDU), zwei Förderbescheide über insgesamt 1,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“. Die Mittel sind sowohl ins Landratsamt in der Stauffenbergstraße als auch ins ehemalige Finanzamt in der Brauhausstraße geflossen, in dem jetzt das Sozialamt und das Kommunale Jobcenter sitzen.

Für 900 000 Euro waren dabei die Grundrisse von Räumen im Landratsamt in der Stauffenbergstraße geändert und der Fußbodenbelag erneuert worden. Vor allem aber wurde die Wärmeisolation in mehreren Gebäuden verbessert. Bisher waren die Mitarbeiter in der Kreisverwaltung auf der Westseite bei Sonnenschein spätestens in der zweiten Tageshälfte hohen Temperaturen ausgesetzt.

Für etwa 545 000 Euro wurde das ehemalige Bornaer Finanzamt den neuen Erfordernissen angepasst. Nach Angaben von Behördensprecherin Brigitte Laux wurden Heizung und Lüftung modernisiert sowie der Brandschutz verbessert. Insgesamt fließen im Rahmen des Programms „Brücken in die Zukunft“ etwa 32 Millionen Euro in den Landkreis Leipzig. Das Budget wird dabei zwischen den Kommunen, die 22,8 Millionen Euro erhalten, und dem Landkreis, der 8,8 Millionen Euro bekommt, aufgeteilt.

Fast die Hälfte der Fördergelder, die der Landkreis beantragt hat, kommen Kindertagesstätten, Schulen sowie Krankenhäusern zugute. Zudem hatte der Landkreis 2,2 Millionen Euro an die Städte Borna, Grimma, Groitzsch und Wurzen abgetreten, mit denen Drehleiterfahrzeuge angeschafft wurden.

Das Programm „Brücken in die Zukunft“ hatte der Landtag Ende 2015 beschlossen. Damit werden Kreisen und Kommunen insgesamt 800 Millionen Euro für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

Für Integrationsministerin Köpping war der Besuch im Bornaer Landratsamt am Freitag eine Rückkehr zu ihren Wurzeln. Schließlich saß die 59-Jährige nicht nur jahrelang als Landrätin in den einstigen Kasernengebäuden. Sie war es auch, die sich nach ihrer Wahl zur Landrätin des damaligen Landkreises Leipziger Land im Jahr 2001 besonders für den Ausbau der einstigen Mannschafts- und Offiziersräume zur neuen Kreisverwaltung stark gemacht hatte. 2004 zog Köpping mit ihrer Verwaltung in die umgebaute Kaserne, an der es auch – im Gegensatz zu anderen öffentlichen Verwaltungen – ausreichend Parkplätze gibt.

Vor dem Umbau Anfang des letzten Jahrzehnts sei die Stauffenbergstraße eine regelrechte Ruinenstraße gewesen, so die Ex-Landrätin. Handlungsbedarf an den historischen Gebäuden gibt es mittlerweile so gut wie nicht mehr. Das bestätigte auch Lehne. „Wir haben jetzt eine deutlich höhere Bürgerfrequenz. Die Mittel aus Dresden seien „gut angelegtes Geld“.

Von Nikos Natsidis

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