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Landschaftsverträgliche Freizeitangebote am Bockwitzer See möglich

Landschaftsverträgliche Freizeitangebote am Bockwitzer See möglich

Die Entwicklung des Bockwitzer Sees scheint für Interesse zu sorgen. Wohl auch deshalb waren vorgestern Abend etwa 70, 80 Leute in den Goldenen Stern gekommen, um auf einer Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung über die Perspektiven des Gewässers im Osten der Stadt ins Bild gesetzt zu werden.

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Idylle pur: Am Bockwitzer See darf es nur landschaftverträgliche Freizeitangebote geben. Fotos (2): Thomas Kube

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Am Ende dürfte allen klar sein, dass der See selbst im günstigsten Fall niemals eine Entwicklung nehmen wird, wie sie am Cospudener, Zwenkauer oder auch Störmthaler See seit Jahren zu besichtigen ist. Grund dafür: zwei Drittel des Areals sind Naturschutzgebiet, wie Bärbel Meschke, in der Stadtverwaltung für Wirtschaftsförderung und Tourismus zuständig, in der Veranstaltung erläuterte, die Druckhaus-Borna-Inhaber Bernd Schneider in bewährter Weise moderierte.

Im Tagebau Bockwitz waren 1992 die Arbeiten beendet worden. Seit 1993 fülle er sich mit Wasser, wobei das ausschließlich mit Grundwasser geschah, wie die Wirtschaftsfachfrau erläuterte. Seit zehn Jahren hat er seinen Endwasserstand erreicht, der bei 146 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Rund um den See gebe es viele geschützte Tier- und Pflanzenarten, was auch viel Besucher anlocke.

Ein Problem ist die Versauerung des Wassers, das eine äußerst schlechten pH-Wert habe. Deshalb, so Thomas Rößler, Abteilungsleiter bei der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV), seien jahrelang insgesamt 17 500 Tonnen Soda in den See geschüttet worden, allerdings ohne nennenswerten Erfolg.

Meschke erläuterte weiter, dass der Zugang zum See nur an bestimmten Stellen erlaubt werde. Das grüne Licht für den so genannten Gemeingebrauch, dessen Beantragung der Stadtrat kürzlich beschlossen hatte (die LVZ berichtete), gibt es erst im nächsten Jahr.

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) verwies darauf, dass noch im November mit dem Bau der neue Verbindungsstraße von Borna nach Dittmannsdorf begonnen werden soll. Kostenpunkt: etwa 2,6 Millionen Euro. Die Straße soll im Jahr 2016 nutzbar sein. Die Rathauschefin sagte, bisher habe es sechs Nutzungsangebote für den Bockwitzer See gegeben. Dazu gehörten eine Anfrage zur Errichtung eines Campingplatzes nebst Bootsverleih sowie der einstige Prisma- und heutige Seehaus-Verein, der in Seenähe bekanntlich sein Projekt eines Strafvollzuges in freien Formen etablieren wollte. Prisma/Seehaus war vor zwei Jahren schließlich auch der Grund, dass der Stadtrat einen Beschluss fasste, der nur noch eine touristische Nutzung für den Bockwitzer See festschrieb.

Wenn der Bockwitzer See, in dem bereits jetzt immer wieder Leute baden, dereinst offiziell genutzt werden soll, steht dafür der Nordstrand zur Verfügung, der allerdings eher westlich des Gewässers liegt. Katrin Land, Sachgebietsleiterin Naturschutz und Landschaftsschutz im Landratsamt Leipziger Land, betonte, dass die Nutzung des Sees nur mit Einschränkungen möglich sei. Im Kern seien "landschaftsverträgliche Freizeitangebote" denkbar, etwa geführte Wanderungen, bei denen die wertvollen Lebensräume von Pflanzen und Tieren nicht zerstört würden. Auch eine "extensive Beweidung" sei möglich. Diese Vorgaben haben Auswirkungen auf die Wege. LMBV-Mann Rößler sagte, dass Radwege, die an der neuen Straße nach Dittmannsdorf gebaut werden, nicht asphaltiert werden dürfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.10.2014
Nikos Natsidis

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