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Borna Landtag lehnt Petition aus Großdeuben ab – Haltepunkt wird nicht barrierefrei ausgebaut
Region Borna Landtag lehnt Petition aus Großdeuben ab – Haltepunkt wird nicht barrierefrei ausgebaut
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19:00 11.12.2017
Anwohner Gerald Rattunde hat vom sächsischen Landtag einen abschlägigen Bescheid erhalten. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Die Erfolgsaussichten auf einen barrierefreien Ausbau des Haltepunkts Großdeuben werden immer kleiner. Jetzt hat der Sächsische Landtag eine entsprechende Petition der Großdeubener abgelehnt und zugleich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags weitergeleitet. Doch Gerald Rattunde, Mit-Initiator des Gesuchs, glaubt nicht daran, dass dieser noch etwas ausrichten werde.

Seit Beginn der umfangreichen Arbeiten an der Bahntrasse zwischen Markkleeberg und Böhlen fordern die Großdeubener einen barrierefreien Ausbau der Bahnsteige. Bislang ohne Erfolg, auch wenn Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) seit Monaten das Ansinnen unterstützt. In der Vergangenheit hatten die Böhlener mehrmals an die Verantwortlichen der Bahn appelliert, den Haltepunkt wenigstens stufenfrei auszubauen. Doch gehört wurden sie noch nicht. Auch der Petitionsausschuss im sächsischen Landtag kann nicht weiterhelfen. Einen Grund führt er in seinem Schreiben an Rattunde an: Der Landtag sei schlicht nicht zuständig und müsse die Eingabe deshalb an den Bundestag weiterleiten.

„Der Fokus der Deutschen Bahn liegt in den nächsten Jahren vor allem auf dem Ausbau der Stationen mit über 1000 Ein-/Aussteigern pro Tag. Die Verkehrsstation Großdeuben wird gemäß DB-Angaben von circa 250 Ein-/Aussteigern frequentiert, weshalb sie im Rahmen des Streckenausbaus Karlsruhe – Nürnberg – Leipzig/Dresden nicht berücksichtigt wurde“, heißt es in der Antwort an Rattunde. Und weiter: Den Großdeubenern werde empfohlen, „sich bezüglich der Möglichkeiten der Herstellung einer übergangsweisen Barrierefreiheit an den zuständigen Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr, den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig, zu wenden.“

Für Rattunde unverständlich, schließlich entwickele sich der Stadtteil immer weiter, zahlreiche neue Familien seien hergezogen, unzählige Touristen würden von hier aus zu Touren ins Leipziger Neuseenland aufbrechen.

Von Julia Tonne

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