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Lange Wege und Gefahren

Lange Wege und Gefahren


Neukieritzsch. Die Verlegung der Bundesstraße 176 bei Neukieritzsch mit Neubau eines Kreisverkehrs bringt für den Neukieritzscher Verein „Gartenfreunde" lange Wege und große Gefahren mit sich.

. Dadurch befürchtet der Vorstand Kündigungen der Mitglieder. Die einfache Lösung des Problems wäre der preiswerte Bau eines behindertengerechten Übergangs nahe dem jetzigen Übergang mit Anbindung an den Radweg gewesen. Die Neukieritzscher Gemeindeverwaltung steht hinter den Schrebergärtnern, konnte jedoch beim Straßenbauamt bisher nichts bewirken.

Seit 1973 wird der Rad-Fußweg zwischen der Garagengemeinschaft Neubau-Nord und der Spartenanlage von den Neukieritzschern rege genutzt. „Es ist die kürzeste Verbindung und deshalb vor allem für unsere älteren Mitglieder sehr wichtig", erzählt Vereinsvorsitzender Rainer Slaniec. Der steht mit seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Rosenheinrich an der Bundesstraße 176 und wartet, bis an der Kreuzung 150 Meter weiter die Ampel auf Rot schaltet. Dann stoppt der Verkehr, und man kann die Straße in aller Ruhe überqueren. Auch jetzt klappt es einwandfrei. Doch damit wird bald Schluss sein. Der altbewährte Radweg soll laut Slaniec zurückgebaut werden. Leitplanken werden zudem die Überquerung komplett verhindern.

Doch wo sollen dann die Schrebergärtner und Wochenendausflügler, die regelmäßig die Gartenanlage besuchen, über die Straße kommen? Das soll spätestens im Jahr 2013 über den neuen Kreisverkehr, der nahe der heutigen Kreuzung geplant ist, geschehen. „Damit verlängert sich unser Weg um mindestens 400 Meter", sagt Rainer Slaniec. Über 60 Prozent der Mitglieder sind weit über 60 Jahre alt. Manche sind sogar mit dem Rollator unterwegs. „Das wäre für diejenigen eine Zumutung", fügt Hans-Jürgen Rosenheinrich hinzu.

Doch der Zug ist längst abgefahren. Wie der Neukieritzscher Bürgermeister Henry Graichen (CDU) erklärte, beantragte die Gemeinde bereits im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Tagebau bedingten Verlegung der B 176 einen rechts- und verkehrssicheren Überweg für Fußgänger und Radfahrer an der Stelle der jetzigen, altbewährten Überquerung der B 176 zu der Kleingartenanlage. Doch in der Abwägung zum Verfahren wurde durch das Straßenbauamt eine andere Variante zum Verlauf eines verkehrssicheren Zugangs zur Gartenanlage festgeschrieben. Der neue Verlauf wird entlang der Leipziger Straße, Höhe Feuerwehrgerätehaus, bis zum neu entstehenden Kreisverkehr und anschließend parallel zur B 176 zurück bis zum Eingang der Kleingartenanlage geführt. Dazu wird ein Geh- und Radweg errichtet. „Obwohl wir in unseren Stellungnahmen einen Überweg an der jetzigen Stelle bevorzugten und dieser sich auch mit geringerem Aufwand hätte realisieren lassen können, wurde dieser nicht berücksichtigt", so der Bürgermeister, dessen Verwaltung sich stets eng mit dem Kleingartenverein abgestimmt hatte. Beide hatten eine sichere Querung an der jetzigen Stelle befürwortet, ohne Erfolg. Der neue Verlauf ist durch den Planfeststellungsbeschluss mittlerweile rechtskräftig geworden. Die Gemeinde Neukieritzsch hat diesen Verlauf zur Kenntnis genommen, da als Rechtsmittel gegen den Planfeststellungsbeschluss lediglich die Klage vor dem Oberverwaltungsgericht zulässig gewesen wäre. „Zu teuer für uns", meint Slaniec dazu. Für die Gartenpächter und die Besucher der Kleingartenanlage werde der Weg künftig weiter und der Kreisverkehr zu queren sein.

Hier sehen Slaniec und Rosenheinrich noch eine weitere Gefahr auf die Gärtner zukommen. Eine Ausfahrt des Kreisverkehrs wurde mit einer Art Warte-Insel versehen, auf der sich der Radfahrer oder Fußgänger neu orientieren oder den Verkehr abwarten kann. „Doch diese Stelle ist viel zu kurz für ein Fahrrad mit Anhänger", erklärt Slaniec. Insgesamt finden die beiden Vorstände den Aufwand für den neuen Rad-Fußweg unverhältnismäßig. „Der alte Übergang wäre wesentlich billiger gekommen und weitaus sicherer", fügt Rosenheinrich hinzu.

Peter Krischunas

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