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Borna Lars Herrmann erklärt Rücktritt als AfD-Chef im Landkreis Leipzig
Region Borna Lars Herrmann erklärt Rücktritt als AfD-Chef im Landkreis Leipzig
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00:22 28.10.2017
Lars Herrmann tritt vom Amt des AfD-Kreischefs zurück. Quelle: Kempner
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Landkreis Leipzig

Bundestagsabgeordneter Lars Herrmann hat seinen Rücktritt als Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Landkreis Leipzig erklärt. Wie der 40-Jährige mitteilte, werde er damit einer Forderung aus dem Grundsatzprogramm der Partei gerecht, das die Trennung von Amt und Mandat empfehle. „Was wir von anderen verlangen, müssen wir natürlich auch selbst praktizieren“, so der Parthensteiner. Er wolle „mit gutem Beispiel vorangehen und nach seiner Wahl in den Bundestag den Weg freimachen, um anderen Parteifreunden die Chance zu geben, politische Verantwortung im Kreisverband zu übernehmen“.

Die Notwendigkeit von Neuwahlen besteht ohnehin. Mit Michael Muster kam dem Kreisvorstand bereits ein Mitglied abhanden. Obwohl der Rechtsanwalt in Moritzburg bei Dresden wohnt, war er im Oktober vorigen Jahres in den AfD-Kreisvorstand gewählt worden. Die Satzung der Alternative für Deutschland ließ dies zu. Muster, enger Vertrauter von Frauke Petry, ist Gründer und Vorsitzender der neuen Partei „Die Blauen“, die noch vor der Bundestagswahl in Grimma gegründet wurde. Als weitere Vorstandsmitglieder der AfD auf Kreisebene werden auf der Homepage des Kreisverbandes Edgar Naujok (Geschäftsführer einer IT-Firma), Falk Noack, (Geschäftsführer einer Versicherungsvermittlungs-GmbH) und Torsten Klemmer (Geschäftsführer einer Werbeagentur) genannt. Lars Herrmann kündigte an, dass die Neuwahlen innerhalb der nächsten zwei Monate über die Bühne gehen sollen. Aktuell zähle der Kreisverband rund 70 Mitglieder

Als seine inhaltlichen Schwerpunkte im Bundestag sieht der 40-Jährige „die Themen innere Sicherheit und direkte Demokratie“. Obwohl bei der Konstituierung des Parlaments am Dienstag auf den hinteren Reihen sitzend, will der Politikneuling kein Hinterbänkler sein. So gehört der Polizeihauptkommissar einer Arbeitsgruppe der AfD-Fraktion an, die die Einsetzung eines „Merkel-Untersuchungsausschusses“ vorbereiten soll. Mit dieser Aufgabe seien sechs der insgesamt über 90 Mitglieder zählenden Bundestagsfraktion betraut. „Ich freue mich sehr - gemeinsam mit Beatrix von Storch - bei der Umsetzung eines unserer Kernpunkte im Wahlkampf mitwirken zu können“, so Herrmann. Auch hier warte viel Arbeit auf ihn. „Eine gleichzeitige Funktionsausübung als Kreisvorsitzender kann ich damit nicht mehr gewährleisten und sie wäre vor allem mit unserer AfD-Kreis- und Bundessatzung unvereinbar.“

Ansonsten trifft Herrmann Vorbereitungen, neben einem Büro in Berlin eins in seinem Wahlkreis – und zwar in Grimma – zu etablieren. Hier hatte die AfD sowohl bei Erst- als auch Zweitstimmen vor der CDU gelegen. „Vielleicht werde ich in der Langen Straße sogar Nachmieter im Büro von Katharina Landgraf“, meinte Herrmann. Landgraf, langjährige und wiedergewählte CDU-Bundestagsabgeordnete des Landkreises in Berlin, wolle seines Wissens diese Räumlichkeiten aufgeben. Aber eine Entscheidung dazu gebe es noch nicht.

Von Simone Prenzel

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