Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Lebenshilfe Borna schafft 24 Betreuungs- und Arbeitsplätze
Region Borna Lebenshilfe Borna schafft 24 Betreuungs- und Arbeitsplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 23.10.2015
Jan Kriegler vom Unternehmen Elektro Teichmann arbeitet im Neubau der Lebenshilfe, der in Borna im Gebiet am Wilhelmsschacht entsteht. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Borna

"Wir hoffen, dass der Estrich in dieser Woche trocken ist, damit der Innenausbau fortgesetzt werden kann", sagte Uwe Drechsler, Geschäftsführer in der Sozial-Arbeiten-Wohnen-Gesellschaft. Aber auch im Bereich der Werkstätten habe das Unternehmen Expansionspläne. In der Außenstelle Zedlitz, die sich als Dienstleister für die Kfz-Aufbereitung profiliert hat, sollen künftig 100 Behinderte arbeiten. Für die zusätzlich dreißig Arbeitsplätze laufe derzeit der Antrag, so Drechsler. Damit steige die Zahl der in Betreuung und Beschäftigung befindlichen Menschen bei der Bornaer Lebenshilfe auf 325.

Knapp fünf Monate sind vergangen, seit der erste Spatenstich für den Neubau in Borna stattfand. Weil bei dem Projekt die Länder Sachsen und Thüringen mit im Boot sitzen, wird länderübergreifend der Eröffnung entgegengefiebert. Obwohl bis zur Einweihung des Flachbaus noch mehr als zwei Monate ins Land gehen werden, kann Drechsler bereits ein positives Fazit ziehen. "Die Genehmigungen sind unbürokratisch erteilt worden", sagte er. Bei der Vergabe der Leistungen habe das Unternehmen Größen gewählt, die einheimische Firmen bei der Bewerbung eine reale Chance einräumen. "Wir arbeiten ausschließlich mit Firmen aus dem Landkreis Leipzig und dem Altenburger Land", so Drechsler. Sie würden eine Super-Arbeit zu einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis abliefern.

Wenn am 4. Januar nächsten Jahres die ersten Schwerstbehinderten in dem modernen Flachbau einziehen werden, dann endet eine seit 2003 andauernde Interimslösung in Neukieritzsch. "Die Gemeinde ist uns sehr entgegengekommen", sagte Drechsler. Ohne diesen Betreuungsbereich hätte die Lebenshilfe die Aufnahme der Behinderten in die Werkstätten nicht absichern können. Denn so hätten sie Handgriffe erlernen und trainieren können, die im Produktionsalltag der Lebenshilfe-Werkstätten abgerufen werden.

Für die Betreuung im großzügigen Flachbau gibt es bereits zahlreiche Anmeldungen. Wie Drechsler sagte, würden die zwölf Behinderten aus Neukieritzsch Anfang kommenden Jahres mit ihren Betreuern umziehen. Sechs weitere Plätze werden dann nach der Eröffnung belegt. Neben den bereits bekannten Gesichtern unter den Betreuern werden zwei neue Kräfte das Team stärken. Zudem werden zwei Azubis aus dem eigenen Unternehmen in den Bereich wechseln. "Wir werden im Schwerstbehindertenbereich einen erhöhten Bedarf an Betreuung haben", stellte Drechsler fest. Wenn der Bereich ausgelastet sein wird, könnten hier zehn bis zwölf Mitarbeiter arbeiten. Geplant sind vier Gruppen mit je sechs Schwerstbehinderten.

Nach ihrer Gründung vor 25 Jahren in Borna hat sich die Lebenshilfe mit ihrer Sozial-Arbeiten-Wohnen-Gesellschaft zu einem mittelständischen Unternehmen entwickelt. Am hiesigen Standort wurden Werkstätten etabliert, die sich mit Montage und Verpackung im Elektro- und Industriebereich, mit der Herstellung von Seifen und Kerzen sowie mit Metallbearbeitung profiliert haben. Auch eine Wäscherei und Näherei existiert dort. In der Außenstelle Zedlitz stehen 25 Plätze für die Berufsbildung zur Verfügung.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit nunmehr zwölf Jahren mischt sich Walter Sgundek sozusagen in die Streitigkeiten anderer Leute ein. Nicht nur, dass er darum von den sich streitenden Parteien gebeten wird, er macht das zudem ehrenamtlich. Jetzt wurde der 73-Jährige für sein unermüdliches Engagement als Friedensrichter am Amtsgericht Leipzig geehrt.

22.10.2015

Es ist raus: Die in Borna Nord gebaute Krippe wird „Die Kleinsteins“ heißen. Der Name ist eine neue Schöpfung und lässt sich aus den kleinen Einsteins herleiten. „Eine Kindereinrichtung ist eine Bildungseinrichtung“, sagte Viola Heinig, Bereichsleiterin bei der Volkssolidarität. Man könne nie wissen, was aus den Knirpsen jemals werde.

22.10.2015

Eine Frau und drei Männer bewerben sich bislang bei der Wahl am 15. November um das Bürgermeisteramt in Rötha. Die LVZ stellt die Kandidaten in loser Folge vor. Heute: Einzelbewerber Stephan Eichhorn (61/parteilos). Der Mann wirkt umgänglich, höflich und seriös.

21.10.2015
Anzeige