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Borna Lebenshilfe baut in Borna - für Sachsen und für Thüringen
Region Borna Lebenshilfe baut in Borna - für Sachsen und für Thüringen
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00:31 24.05.2015
Symbolischer Spatenstich: Mitstreiter und Partner der Lebenshilfe Borna starten mit dem Bau des Förder- und Betreuungsbereiches. Quelle: Birgit Schöppenthau
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Borna

Bis Ende des Jahres entstehe ein funktionaler Flachbau, in dem künftig 24 schwerstbehinderte Menschen betreut und gefördert werden können.

Dass Kommunalpolitiker aus Sachsen und Thüringen gemeinsam mit Vertretern der Lebenshilfe und den Nutzern der Einrichtung den ersten Erdaushub bewegten, lag in der Besonderheit des Projektes. "Die künftige Einrichtung ist das erste Bauprojekt im sozialen Bereich mit länderübergreifendem Charakter", stellte Drechsler fest. So hätte nicht nur der Freistaat Sachsen die Finanzierung von zwölf Plätzen und eine Förderung von 422 000 Euro übernommen. Auch die Landkreise Leipzig (52 800 Euro) und Altenburger Land (Refinanzierung über Betreuungsplätze) würden das Projekt unterstützen. Die Aktion Mensch stelle rund 110 000 Euro für die Investition zur Verfügung. Eigenmittel in Höhe von 500 000 Euro investiert der Verein in das Projekt. Der Bau wird Drechslers Angaben zufolge mehr als eine Million Euro kosten. Das Gelände gegenüber einer Werkstatt für behinderte Erwachsene im Westen der Stadt habe der Verein zu einem moderaten Bodenpreis von der Kommune erworben.

Obwohl der Lebenshilfe-Verein in Borna bereits 320 Menschen mit Behinderung betreut, machte Drechsler nochmals auf den Bedarf an Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten aufmerksam. "Im September sind die Kapazitäten im Leipziger Raum erschöpft", so der umtriebige Geschäftsmann. Dann gebe es keine freien Plätze mehr. Aber die Zahl der Menschen mit Handicap steige ständig. "Die Politik muss sich zu Werkstätten und zu Alternativen bekennen", so Drechsler. "Denn unsere Leute können alle etwas", erklärte er leidenschaftlich.

Wenn der Neubau am Wilhelmsschacht bezugsfertig ist, dann endet eine Jahre andauernde Interimslösung in Neukieritzsch. Hier bietet der Verein ein Tagesangebot für acht schwerstbehinderte Menschen. Aber nicht nur die baulichen Bedingungen in der ehemaligen Schule sind schwierig. Hier hat sich auch eine Erweiterung als unwirtschaftlich erwiesen.

Als wichtiges Signal an den Standort Borna bezeichnete Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) die Investition im Gewerbegebiet am Wilhelmschacht. Die Entwicklung der Lebenshilfe sei ein lebendiges Beispiel für eine gute Zusammenarbeit zwischen dem sozialen Verein und der Kommune. "In der Stadt gibt es keine Ressentiments."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2015
Birgit Schöppenthau

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