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Borna Lehrerprotest in Pegau mit roten und gelben T-Shirts
Region Borna Lehrerprotest in Pegau mit roten und gelben T-Shirts
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20:06 05.06.2018
Fordern „Fairplay im Lehrerzimmer“: Diese vier Kollegen der Oberschule Pegau trennen altersmäßig nur wenige Monate. Ab Januar 2019 werden sie bei gleicher Arbeit völlig unterschiedlich bezahlt – die über 42-Jährigen (rote T-Shirts, Ü 42) als Angestellte, die Jüngeren (gelbe T-Shirts, U 42) als Beamte. Quelle: privat
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Pegau.

Rot und gelb – in diesen Farben unterrichten die Pegauer Oberschullehrer derzeit zweimal pro Woche. Die T-Shirts zeigen an, wer ab 1. Januar 2019 auf Beschluss der Sächsischen Staatsregierung als Beamter (unter 42 Jahre) beziehungsweise weiter als Angestellter (über 42 Jahre) vor den Klassen stehen wird. Gegen diese Ungleichbehandlung tragen die Pädagogen die Aufschrift „Fairplay im Lehrerzimmer“, dazu stehen die Altersgruppe und „Oberschule Pegau“.

Spaltung des Kollegiums befürchtet

Die Lehrer protestieren damit gegen das im März verabschiedete Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen“, weil sie davon eine massive Spaltung des Kollegiums befürchten. Die Maßnahmen sorgen nicht nur im Lehrerzimmer für Unverständnis. Auch Schüler und Eltern, die über die Hintergründe der Aktion aufgeklärt wurden, unterstützen das.

Das Aktionsteam „Fairplay im Lehrerzimmer“ schließt sich der landesweiten Kritik an und fordert die Überarbeitung des Programms, sodass künftige Beamte und immer noch Angestellte monetär und im Status einheitlich behandelt werden. „Wir möchten gleichen Lohn für gleiche Arbeit!“, fordern die Pegauer von Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Pädagogen wollen politisch aktivieren

„Mit einer Privilegierung der jungen Kollegen sind wir nicht einverstanden, zumal die Generation über 42 Jahre das sächsische Schulsystem jahrelang, auch in aller Not, am Leben gehalten hat. Wir möchten bei unserm Protest keine Angebote der Schule streichen, sondern Eltern und Schüler politisch aktivieren und auch Vorbild sein, sich nicht alles gefallen zu lassen.“

Bis zum Schulhoffest am 15. Juni tragen die Lehrer ihre roten und gelben T-Shirts als Ausdruck ihres Missfallens über die Maßnahmen des Freistaates.

Von LVZ

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