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Borna Leipziger Symphonieorchester auf Landpartie in der Eisenmühle Elstertrebnitz
Region Borna Leipziger Symphonieorchester auf Landpartie in der Eisenmühle Elstertrebnitz
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00:20 21.08.2017
Das Technische Kulturdenkmal Eisenmühle in Elstertrebnitz lädt zu einem besonderen Klangerlebnis ein, das in diesem Jahr ganz im Zeichen des Elementes Wasser steht. Beim Hofkonzert liefert das Leipziger Symphonieorchester eine beschwingte Gala. Ausgewählte Exponate der Mühle, wie die Orgel und der Amboss, sorgen für überraschende Akzente. Quelle: privat
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Elstertrebnitz

Raus aus dem Kulturhaussaal ins Freie: Das Leipziger Symphonieorchester geht mit einer be­schwingten Gala auf Landpartie – und erneut nach Elstertrebnitz. Sein drittes Hofkonzert im Technischen Kulturdenkmal Eisenmühle steht am Sonntag unter dem Titel „Ohne Wasser, merkt euch das...“. Die musikalische Leitung hat Chefdirigent Wolfgang Rögner, Gesangssolist ist der Bassbariton Meinhardt Möbius. Die dreistündige Veranstaltung beginnt 15 Uhr.

Für die Gastgeber Sabine und Jost Mucheyer passt das Motto des besonderen Klangerlebnisses nahezu perfekt zum Veranstaltungsort. Schließlich hätten ohne Wasser hier weder in früheren Jahrhunderten die Mühlen sprichwörtlich klappern noch ab 1915 in der Eisenmühle Eisenpulver hergestellt werden können. Nun wird das lebensnotwendige Elixier mit „Ohne Wasser, merkt euch das, wär’ unsre Welt ein leeres Fass“ in Isaak Dunajewskis „Lied vom Wasserträger“ besungen. Sein Wogen und Fließen erklingt auch im Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss, Sohn.

Chefdirigent führt durch die Veranstaltung

Aber nicht nur das Element Wasser findet seinen Platz im vielseitigen Konzertprogramm. Das Orchester aus Böhlen verabreicht Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“ („O sancta justitia“) die „Feuerfest-Polka“ von Josef Strauss. Zudem lässt es Lortzings „Der Waffenschmied“ („Auch ich war ein Jüngling“) im „Seufzer-Galopp“ von Johann Strauss, Vater, einen „Gruß aus Wien“ von Robert Stolz ausrichten. Nach der Pause treffen „Der Zigeunerbaron“ (Strauss, Sohn) und „Der Bettelstudent“ (Carl Millöcker, „Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst“) auf „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Otto Nicolai, „Als Büblein klein an der Mutterbrust“).

Dirigent Rögner wird dabei nicht nur seine Musiker durch die spritzigen Kompositionen führen. Der 64-Jährige wird auch das Publikum mit kundiger und humorvoller Moderation durch einen Nachmittag voller Esprit und Lebensfreude geleiten. Nicht einmal halb so alt ist Möbius, der unter anderem dem feurigen Waffenschmied Stimme verleihen wird. Der 29-Jährige hat ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig absolviert und spezialisiert sich an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden auf Operngesang. Er tritt als Bassbariton und Bass auf.

Eisenmüller sorgen für überraschende Akzente

Geplant ist zudem, dass die Eisenmüller Mucheyer für überraschende Akzente sorgen. Wie in den Vorjahren sollen ausgewählte Exponate aus ihrer Musikinstrumenten-Sammlung zum Einsatz kommen, wie etwa eine selbst spielende Orgel. Und natürlich gehört ein Amboss zu Albert Parlows „Amboss-Polka“.

Einlass ist ab 14 Uhr. Dann können die Besucher schon die kulinarischen Angebote probieren, die auch in der Pause und nach dem Konzert offeriert werden. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf sowie, solange der Vorrat reicht und etwas teurer, an der Tageskasse am Hoftor.

Für das Leipziger Symphonieorchester wird das die dritte Vorstellung in drei Tagen sein. Heute (Am Freitag) kommt es auf Schloss Hartenfels Torgau zum Zusammenspiel von Rock und Klassik, wenn die Böhlener mit der Band Six musizieren, die am 4. November in Potsdam nach 25 Jahren ihr letztes Konzert geben will. Und tags darauf spielt das LSO ein Operettenkonzert in der Musikscheune Melpitz (bei Torgau).

Von Olaf Krenz

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