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Borna Leipziger Symphonieorchester bietet Klassiker und denkt über leichte Muse nach
Region Borna Leipziger Symphonieorchester bietet Klassiker und denkt über leichte Muse nach
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00:20 04.08.2017
Werke großer Komponisten erklingen in der neuen LSO-Anrechtsreihe. Quelle: Andreas Döring
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Landkreis Leipzig

Große Werke großer Komponisten stehen auf dem Programmzettel des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) in der neuen Saison. Im Rahmen der drei Anrechtsreihen in Böhlen, Borna und Markkleeberg erklingen etwa die „Unvollendete“ von Franz Schubert und Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll oder auch ein nachgerade majestätisches Werk wie die Fünfte von Peter Tschaikowski. Stücke, wie sie ohne weiteres auch auf den Pulten des Gewandhausorchesters liegen könnten. Das spricht einerseits für das Niveau des Orchesters. Andererseits, macht LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch klar, „ist das auch ein Stück weit ein Problem“.

Immerhin stelle sich die Frage, inwieweit die in jedem Sinne klassischen Konzerte mit Ouvertüre, Instrumentalkonzert und Sinfonie der konkreten Nachfrage des Publikums entsprechen. Zschoch verweist darauf, dass es in früheren Jahren spezielle Weihnachtskonzerte des Orchesters, etwa in Borna mit dem Chor des Teichgymnasiums und Weihnachtsliedern gab, bei denen das Bürgerhaus Goldener Stern brechend voll war. Oder die beliebten Operettenabende, bei denen das Publikum richtiggehend mitmachen konnte. Klänge, die allerdings spätestens seit der Zeit von Frank-Michael Erben als Chefdirigent aus dem Programm verschwunden sind. Der LSO-Manager ist davon überzeugt, dass die gehobene leichte Muse wieder verstärkt auf dem Programmzettel stehen sollte. „Die Besucher wollen sich auch einmal entspannen.“

Natürlich gibt es auch in der neuen Spielzeit zahlreiche Höhepunkte. Die sechs Anrechtskonzerte, die wie seit einigen Jahren schon freitags im Böhlener Kulturhaus beginnen, am Sonnabend im Markkleeberger Lindensaal fortgesetzt werden und am Sonntag im Bornaer Stadtkulturhaus ihre dritte Auflage erleben, sind jeweils unter einem Motto zusammengefasst. So erklingen am letzten Oktober-Wochenende zum Saisonauftakt unter dem Motto „Ein’ feste Burg“ die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Pastoralsuite von Lars-Erik Larsson. Unter der Überschrift „Frohe Weihnacht“ dürfen sich Konzertbesucher im Dezember auf die Dornröschen-Suite von Engelbert Humperdinck und die Schneeflöckchen-Suite von Nikolai Rimski-Korsakow freuen. Unter der Rubrik „Romantik pur“ stehen dann im März Ausschnitte aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“ und im Juni ein Konzert mit der Überschrift „Saitensprünge“ das Gitarrenkonzert von Mauro Giuliani auf dem Programm. Solist ist mit Aniello Desiderio einer der bekanntesten klassischen Gitarrenvirtuosen.

Andere Soloparts übernehmen LSO-Musiker selbst. Etwa Konzertmeisterin Ioana Nicu bei Mendelssohns Violinenkonzert oder Fagottist Stefan Balciunas im Konzert für Fagott und Orchester von Gioaccino Rossini. LSO-Manger Zschoch: „Unsere Musiker sollen auch aus dem Orchester heraustreten.“

Sie haben auch einen gewissen Einfluss auf die Programmgestaltung. Zwar gehen die grundlegenden Impulse vom künstlerischen Leiter aus. Das LSO verfügt aber auch über einen Programmrat, der Vorschläge machen kann.

Von Nikos Natsidis

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