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Borna Leipziger Symphonieorchester feiert 50. Geburtstag
Region Borna Leipziger Symphonieorchester feiert 50. Geburtstag
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15:40 19.05.2015
Das Leipziger Symphonieorchester feierte seinen Geburtstag mit anspruchvoller Musik von Brahms bis Ravel: Chefdirigent Frank-Michael Erben dirigierte das Festkonzert unter dem Titel "Tänze der Nationen". Die Besucher des voll besetzten Großen Saals erlebten bekannte Stücke und eine Uraufführung. Fotos (3): Thomas Kube Quelle: Thomas Kube

Unter Leitung von Chefdirigent Frank-Michael Erben erklangen "Tänze der Nationen" - ein populäres und zugleich anspruchsvolles Programm.

Fünf Jahrzehnte LSO sind allemal ein Grund, in die Vergangenheit zu schauen. Eine kleine Ausstellung dokumentierte die wechselvolle Geschichte des Orchesters, die "nicht immer nach einer Erfolgsstory aussah", resümierte LSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch zur Vernissage. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Freunde und Förderer des Orchesters und natürlich Liebhaber klassischer Musik waren der Einladung ins Kulturhaus gefolgt.

Der 1963 aus Mitgliedern der aufgelösten Ensembles in Weißenfels, Geithain und Borna gegründete Klangkörper spielte sich durch Höhen und Tiefen. Die Musiker erlebten Anfang der 90er Jahre Turbulenzen, die Auflösung, den Neuanfang, Zeiten finanzieller Nöte, die Rettung vor der Insolvenz im Jahr 2000. Im Laufe der Jahre kamen mehr als 6000 Konzerte in der Region und im Ausland zusammen. Eine Power-Point-Präsentation erinnerte an prägende künstlerische Leiter des Orchesters und dokumentierte ein paar Höhepunkte, zu denen auch Gastspiele in Mexiko und Südkorea gehörten. Rund 500 000 Reise-Kilometer wurden in 50 Jahren zurückgelegt. Das Orchester trug mehrere Namen und hatte diverse Chefdirigenten. Erben, Erster Konzertmeister des Gewandhausorchesters, ist bereits der neunte. Seit 2009 leitet er die Geschicke des LSO. Eines aber änderte sich nie: der Anspruch an eine hohe musikalische Qualität.

Ein ganz besonderer Dank des Orchester-Managers ging an die Gesellschafterin, die Stadt Böhlen. "Wir fühlen uns hier sehr wohl." Es sei bei Weitem keine Selbstverständlichkeit, eine solche Proben- und Konzertstätte zu haben. Die Gründungsmitglieder führten ihr erstes Sinfoniekonzert unter Leitung von Karl-Gerhard Seher dereinst im Emaillierwerk Geithain auf...

Die Stadt gab diesen Dank zurück und überraschte mit einer besonderen Ehrung: Bürgermeisterin Maria Gangloff nahm erstmals Auszeichnungen von verdienten Musikern mit dem Ehrentitel Kammervirtuosin/Kammervirtuose vor. Die Anerkennung und beste Wünsche gingen an die Erste Konzertmeisterin Ioana Nicu, Solo-Cellist Matthias Gagelmann, Solo-Kontrabassist Michael Rosenhoff, Solo-Klarinettist Bernd Nörenberg, Solo-Fagottist Stefan Balciunas, Solo-Trompeter Carsten Schirm und Solo-Pauker Felix Anton Lehnert.

Nach dem offiziellen Part wurde es musikalisch. Moderator Rainer Mlynarczyk führte in bewährt vergnüglicher Weise durch einen emotionalen Abend und versprach für die kommenden 50 Jahre zum einen Konstanz beim Namen. "Eine erfolgreiche Marke gibt man schließlich nicht auf." Zum anderen verwies er auf die künstlerische Kontinuität des Klangkörpers, der bei vielen Produktionen und Auftritten sein erfolgreiches Wirken unter Beweis stelle.

Standesgemäß gab es ein Ständchen vom Leipziger Komponisten Erik Schober. Er hatte den Musikern des LSO ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht und trotz vollen Terminkalenders ein zum Programm passendes Werk geschrieben. Die Komposition "Cliffs of Moher" aus dem Zyklus "Irdische Szenen" wurde am Abend uraufgeführt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2013

Grätz, Saskia

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